Sonntag, 15. Juni 2014

Von Rehen, Hasen und Mäusen

Vorige Woche habe ich fleißig Wiese gemäht. Wir haben ja einiges zu mähen auf unserem 4300 Quadratmeter großem Grundstück. Am Samstag machte ich dabei eine Entdeckung, keine schöne leider. Eine schon ziemlich angefressene Rehkitz-Leiche lag in der Wiese. Ich mähte erst mal weiter und ließ um das Kitz herum das Gras vorerst stehen.

Meine Mutter hat die Telefonnummer des Jägers der für unseren Bereich zuständig ist, die war aber unterwegs. Ich habe schon mal ein totes Reh gefunden, auch wurde mal eins vor unserer Tür angefahren und lag verletzt und laut schreiend im Wald. Da mußte der Jäger auch kommen, und damals hat er die Telefonnummer dagelassen. Heute morgen hat sie ihn angerufen und er versprach nachmittags vorbei zu kommen.

Er schaut es sich ein totes Reh an um evtl. die Todesursache festzustellen und nimmt es anschließend mit. Mir kam die Idee den Rest des Grundstücks zu kontrollieren, ob da evtl. noch ein totes Tier läge. Das tat ich dann auch. Ein totes fand ich nicht, aber ein erwachsenes Reh, das leider gleich die Flucht ergriff. Wer aber nicht die Flucht ergriff, das waren zwei Hasen. Die waren wohl zu sehr beschäftigt, denn sie jagten sich kreuz und quer mit den lustigsten Sprün- gen durch den Garten. Und wer hatte keine Kamera dabei? Ratet mal.

Nachmittags kam dann wirklich der Jäger. Das ist ein freundlicher älterer Herr. Er ist eigentlich mehr Heger als Jäger und kümmert sich um alles was da im Wald so herum krabbelt. Er schießt nur im Notfall und auch dann ungern. Ich zeigte ihm die Kitzleiche. Die Todesursache war nicht mehr feststellbar. Er sammelte die Überreste in einen blauen Sack und nahm alles mit.

Die Hasen waren immer noch da und ich war noch immer ohne Kamera. Die holte ich dann, als der Jäger sich verab- schiedet hatte, und begab mich wieder in den Garten. Und wer war nicht da? Die Hasen natürlich. Wie auch anders! Aber als ich dann zurück zum Haus ging.......



...traf ich dieses kleine Mäuschen das aus einer Mauerritze heraus schaute. Und dieses Mal hatte ich die Kamera ja dabei. Anschließend schaute ich dann noch mal nach den Hasen. Leider vergebens. Im Laufe des Nachmittags noch mal und dann spät abends. Die Wiese war leer. Ich gab auf, suchte noch ein letztes Mal die Wiese durchs Teleobjektiv ab, und wer hoppelte da gemütlich hinter einem Busch hervor? Das ratet ihr nie! ;-)


So hatte ich dann also doch noch meine Hasenbilder bekommen! Und die Leser meines Blogs können sich in aller Ruhe anschauen wie so ein Hase aussieht! ;-)

Ich wünsche allen eine ruhige und trotzdem erfolgreiche Woche.
 

Kommentare:

  1. Hallo Hans,

    das ist natürlich nicht schön mit dem Rehkitz. Aber Euer Förster scheint ja ein netter Mann zu sein. Das Mäuschen sieht ja hübsch aus und es hat bestimmt auf Dich gewartet um fotografiert zu werden. ;-)

    Die Bilder von den Hasen sind wunderschön! Man merkt, die fühlen sich wohl bei Euch. Seit bei uns die Kühe über die Wiese gerannt sind, haben wir kaum noch Tiere hier. Sogar unsere kleine Cleo mag seither nicht mehr raus. Früher war sie nicht zu bremsen aber wenn ich heute mit ihr raus gehe, dann läuft sie sofort wieder ins Haus. Nur am späten Abend geht sie mit mir eine halbe Stunde auf der großen Wiese spazieren. Leider ist es da bei uns immer recht kühl und feucht. Na ja, da muss ich durch!

    Liebe Grüße, Katharina

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  2. Hallo Katharina,

    nett ist er, aber kein Förster. Den kenne ich auch. Jedenfalls ist er ein grosser Tierfreund. Er erzählte dass er abends noch zu einem Rehkitz müsse das sich in einen umzäunten Garten verirrt hatte und nicht wieder heraus fand. Das wollte er vorsichtig hinaus treiben.

    Das Mäuschen hat mir heute Gesellschaft geleistet als ich einen Schubkarrenreifen flickte. Ich hatte mir da beim Schneiden unserer Weißdornhecke einen Dorn hinein gefahren. Zwischendurch habe ich einen Apfel gegessen und dem Mäuschen ein Stück abgegeben. Das hat es sich schmecken lassen und mir während dessen beim Arbeiten zugeschaut. Eine Kamera hatte ich natürlich nicht dabei.

    Hat Cleo denn den Kuhauftrieb mitbekommen? Oder haben die Kühe euren Garten eingeduftet? Unser Nachbar hat wieder drei Bullen zum Mästen auf der Wiese! Vorher waren die Hasen immer auf dieser Wiese, in unserem Garten sehe ich sie tatsächlich erst seit die Bullen da sind.

    L. G., Hans

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    1. Hallo Hans,

      ich mag Leute, die auch Tiere mögen, denn die können einfach nicht schlecht sein. Wir haben hier mit Tieren schon etliches erlebt und waren immer auf der Seite der Tiere. Früher hatten wir alles hier, Rehe, Hasen und Füchse. Aber seit wir den Zaun haben ist es ruhiger geworden.

      Heute hoppelt manchmal noch ein Hase hier herum, Füchse kommen immer noch aber Rehe nur noch im Winter wenn wir das Tor öffnen. Mäuse kommen im Winter zu unserem Vogelhaus und bedienen sich da. Ich achte immer darauf, dass etwas Futter da ist im Winter weil die Tierchen ja sonst nichts finden.

      Den Kuhauftrieb hat bei uns niemand mitbekommen, erst als der Bauer kam und den Schaden beheben wollte. Aber an der Stelle, wo die Kühe über unser Land sind und auch bei deren Austritt, da ist Cleo irgendwie allergisch. Mittlerweile wird es besser, da es doch oft geregnet hat und wahrscheinlich der Duft verflogen ist. Zum Glück, denn ich wußte fast nichts mehr mit ihr anzufangen.

      Liebe Grüße, Katharina

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