Montag, 2. September 2013

Statusbericht

Leider kommt es bei mir immer mal wieder vor dass ich längere Zeit nicht zum Bloggen komme. Manchmal nimmt mich die Arbeit ziemlich in Anspruch, manchmal ist es krankheitsbedingt, manchmal sind es andere Gründe. Manchmal kann ich es ankündigen, wie z. B. bei meinem Krankenhausaufenthalt, der Reha usw.! Manchmal kommt es aber auch ganz spontan. Dann habe ich einfach viel zu tun, und wenn ich dann irgendwann mal wieder Zeit fürs Internet und fürs Bloggen habe merke ich erst dass inzwischen doch ein paar Tage mehr vergangen sind.

Dieses Mal war und ist der Grund folgender: Meine Tochter hat sich von ihrem Freund getrennt und zieht nun in eine ei- gene Wohnung. Die Trennung, die Suche nach einer Wohnung, die Formalitäten, Renovierung der neuen Wohnung, usw. usw., waren nicht nur für die Tochter stressig, auch Vater und Mutter waren da sehr gefragt. Im Moment sind wir z. B. von morgens bis spät abends in der neuen Wohnung, oder wegen irgend welcher Formalitäten oder Einkäufen unter- wegs. Ich kann zwar nicht viel machen, aber auf Grund meiner derzeitigen Einschränkungen ist mir ganz unerwartet eine ganz besondere, zwar auch nicht gerade leichte, aber doch sehr schöne Aufgabe zugefallen.

Eine Freundin meiner Tochter hilft ihr bei den Renovierungsarbeiten. Hauptsächlich müssen die Wände usw. neu gestri- chen werden, nur in der Küche werden zwei Wände neu tapeziert. Die Freundin kann das sehr gut. Allerdings hat sie eigentlich ganz andere Aufgaben. Sie ist nämlich allein erziehende Mutter von derzeit ca. 8 Monate alten Zwillingen, beide männlichen Geschlechts. Und da komme ich nun ins Spiel.

Da ich der einzige bin der sich nicht tatkräftig ins Renovierungsgetümmel werfen kann, ist mir ganz automatisch die Rolle des Babysitters zu gefallen. Mica, Liam und meine Wenigkeit sind inzwischen schon ein ganz gutes Team. Es ist nicht immer leicht gleich zwei solche Würmchen zu bespaßen, aber mein Repertoire an Faxen ist schon ziemlich groß. Immerhin habe ich ja schon die Erziehung eine Tochter hinter mir. Und so kann ich dem Rest der Truppe, besonders der Mutter Renovierungstechnisch den Rücken frei halten.

Bis dann irgendwann der große Hunger kommt. Dann hilft nichts mehr, außer der Mutter mit den Milchfläschchen. Das erinnert dann an die Fütterung der Raubtiere. Während die Mutter hektisch Milchpulver und Wasser mischt, versuche ich zwei zappelnde und brüllende Bündel Mensch zu beruhigen. Bis dann die Fläschchen fertig sind. Dann habe ich endlich mal Pause. Und mit etwas Glück schlafen die beiden ein während sie an ihren Fläschchen nuckeln.

Ganz alleine bin ich allerdings bei dieser Aufgabe nicht immer. Meine Frau hilft zwar eigentlich bei der Renovierung, beim Möbelkauf, beim Kauf von Renovierungsmaterial usw., zwischendurch sorgt sie aber auch schon mal dafür das mir meine Aufgabe nicht über den Kopf wächst. Da es sich ja praktischer Weise um zwei junge Männer handelt ist dann für jeden von uns einer da.

Ihr seht also, wenn es mal längere Zeit von mir nichts Neues gibt ist das noch kein Grund sich Sorgen zu machen.Wer viele Talente hat ist auch schon mal sehr gefragt. So wie ich, gerade mal wieder. Ich hoffe, und bin mir eigentlich sicher, das ihr Verständnis für meine derzeitige Blog-Abstinenz habt. 

Irgendwann wird die letzte Wand gestrichen, die letzte Tapete geklebt und das letzte Möbel zusammengebaut sein. Spätestens dann, vielleicht aber auch mal zwischendurch, werde ich wieder mehr Zeit zum Bloggen haben.

Kommentare:

  1. Guten Morgen Ihr Beiden

    Wir haben uns Sorgen gemacht, dachten es hätte was mit der Vorerkrankung zu tun, oder mit Doro wäre etwas.
    Dann noch weiter viel Spaß beim renovieren ^^
    Ich blogge auch nicht immer täglich, es gibt ja noch ein Leben neben dem Net :-)

    lg Uli und BG

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  2. Hallo Uli und BG,

    ja, es gibt tatsächlich noch ein Leben außerhalb des Internets. Und öfter als man denkt und möchte meldet dieses Leben schon mal seine Ansprüche an.

    Zur Zeit sind wir kaum zu Hause, und wenn doch mal komme ich auch oft nicht an den Laptop. Unsere Tochter wohnt zur Zeit wieder bei uns, und hat natürlich auch einiges im Internet zu tun. Wohnung suchen, Möbel suchen usw., usw., und natürlich müssen junge Leute auch z. B. bei Facebook auf dem Laufenden bleiben.

    Schlechte Zeiten für bloggende Väter. Aber irgendwann kann sie ja in ihre eigene Wohnung einziehen und dann wird es in diesem Punkt wieder besser. Inzwischen... ...mal sehen was zwischendurch noch geht.

    Liebe Grüße, Hans

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  3. Hallo Hans,

    ich dachte mir schon, dass Ihr beide eingespannt seid in Renovierung und ähnliches. Hattest Du doch geschrieben, Deine Tochter hat ab September eine Wohnung. Ich habe mir keine Sorgen um Dich gemacht, schlimm?

    Der Babysitter scheint gut zu Dir zu passen, warum auch nicht? Mir würde das sicher auch einmal Freude bereiten, gleich zwei süße Babys zu unterhalten.

    Macht einfach das Beste daraus! Es kommen auch wieder ruhigere Zeiten.

    Liebe Grüße, Kathy

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    1. Hallo Kathy,

      Soso, du hast dir keine Sorgen gemacht? Das ist natürlich seeeeeeehr schlimm! ;-)

      Oder vielleicht einfach nur Erfahrung!? Meine Bloggerei ist ja schon immer ziemlich sporadisch gewesen, wahrscheinlich hast du dich schon daran gewöhnt. Und das richtige gedacht hast du dir ja sowieso. Mein Laptop und ich haben uns zur Zeit etwas entfremdet.

      Zu den Gründen die ich in der Antwort auf Ulis Kommentar geschrieben habe kommt dann noch dass ich schon ziemlich erschöpft bin wenn ich abends zu Hause ankomme. Sooooo leicht ist Babysitten auch nicht, gerade wenn es zwei sind. Zwei Babys können in zwei verschiedene Richtungen davon robben (Krabbeln geht Gott sei Dank noch nicht!) und sich da für Werkzeuge, Farbeimer usw. interessieren. Und wenn sich der eine zufrieden stellend unterhalten fühlt, fühlt sich der andere schon mal vernachlässigt und bringt sich lautstark in Erinnerung.

      Aber, wie du schon schreibst, man muss das Beste daraus machen. Irgendwann sind die Renovierungsarbeiten vorbei und wahrscheinlich werde ich die beiden dann vermissen.

      Für heute heißt es jedenfalls erst mal noch: Auf in den Kampf!

      L. G., Hans

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  4. Hallo Hans,

    ich fühle ganz genau, wenn es jemanden sehr schlecht geht. Woher das kommt, weiß ich nicht. Manchmal fühle ich auch Dinge, die gerade passieren. Sicherlich geht es Dir noch nicht so, wie wir es uns wünschen aber ich hoffe doch, es geht aufwärts bei Dir.

    Na klar sind zwei Babys eine große Aufgabe, wenn man auf sie aufpassen soll. Aber es bereitet doch mitunter viel Freunde, oder?

    Was Du von den Renovierungsarbeiten schreibst ist für mich der Knüller. Wir renovieren seit Jahren und es nimmt kein Ende. Aber egal, da müssen wir durch! Und schließlich haben wir auch schon sehr viel geschafft und leben besser als vorher. Man vergisst das oft, sollte sich aber immer wieder daran erinnern. ;-)

    Liebe Grüße, Kathy

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    1. Hi Hans

      Ich möchte nur mal einen lieben Gruß da lassen.
      Es ist hier wieder über 32 Grad, und ich hoffe bei Euch ist es kühler.

      lg Uli

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    2. Hallo Uli,

      inzwischen ist es kühler, 14 °C, da fühlt man sich schon etwas wohler, wenn es auch regnerisch ist. Mit dem Gedanken an die heißen Tage läßt sich das aber ertragen.

      Ich hoffe dir, Thommy und allen anderen um dich herum geht es gut, oder zumindest besser!?

      L. G., Hans

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    3. Hallo Kathy,

      das Schlimme an dieser Renoviererei ist das ich nichts direkt dabei tun kann. Meine Tochter hat viele hilfsbereite Freunde und Freundinnen, aber im Prinzip ist es nur eine Freundin die mit meiner Tochter zusammen die ganze Arbeit macht. Die vielen anderen kommen vorbei, schauen zu, sitzen herum geben kluge Ratschläge, halten die fleißigen von der Arbeit ab usw., usw.!

      Es ist zwar Zeit genug, sogar mehr als genug, da es mit dem Möbeln noch dauert, aber es macht mich doch etwas kribbelig wenn es nicht voran geht. Wenn ich irgendwas anpacke ziehe ich es zwar nicht hastig, aber doch zügig durch.

      Ab dem nächsten Samstag bin ich wieder arbeitsfähig, habe dann aber zuerst mal Urlaub nachzuholen. Da werde ich dann schauen was es noch zu tun gibt. Lampen anbringen, Vorhänge (Stangen usw.) anbringen usw.! Und im Garten wartet auch einiges an Arbeit.

      Da freue ich mich schon drauf!

      L. G., Hans

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