Freitag, 9. August 2013

Waldspaziergang, Weißabgleich und so weiter...

Meine digitale Spiegelreflexkamera (abgekürzt: DSLR), das Flaggschiff meiner Kameraflotte hat einen Vorteil, der sich aber auch schon mal, und gar nicht so selten, als Nachteil herausstellt. Es ist ein Vorteil das man die Objektive austauschen, und so dem jeweiligen Vorhaben anpassen kann. Als Nachteil stellt es sich heraus wenn man die Kamera durch das entsprechende Objektiv einem bestimmten Vorhaben angepasst hat, und plötzlich spontan einer Situation gegenübersteht wo nun gerade dieses Objektiv nicht geeignet ist.

Deshalb habe ich mir nun vorgenommen dass ich dann wenn ich meine DSLR verwenden möchte, eine zweite Kamera  mitnehme um so allen Fotosituationen gewachsen zu sein. Am besten wäre da als Zweitkamera meine Bridgekamera von Fuji geeignet. Die ist mit ihrem 18fachen Zoom wirklich allen Situationen gewachsen. Allerdings ist sie auch etwas größer und schwerer, deshalb habe ich dass erst mal verschoben. Heute habe ich also zu meiner DSLR mit angebautem Zoomobjektiv meine Samsung S85, also eine Kompaktkamera, am Gürtel mitgenommen. 

Mit der DSLR wollte ich alles was klein und/oder weit weg ist einfangen, die Samsung sollte den übrigen Bereich, wie z. B. Landschaftsbilder abdecken.

Ich experimentiere aber auch gerne und so kam mir, nachdem ich mit der DSLR das nächste Foto geschossen hatte, die Idee das gleiche Motiv auch noch mal mit der Samsung auszuprobieren.


Zuerst wollte ich sehen was mir die Automatik so anbietet:


Das sah weder gut aus noch dem Original den Farben nach ähnlich. Also versuchte ich es im P-Modus mit einem anderen Weißabgleich. Ich stellte also auf Schatten und versuchte mich noch mal am selben Motiv. Und siehe da: Schon viel besser, und die Farben originalgetreu:


Auch beim nächsten Bild gefiel mir das was die Automatik produziert hatte nicht so besonders:


Von den Farben her viel zu kalt, unecht sowieso, einfach nicht schön! Also erteilte ich der Automatik wieder die rote Karte und stellte den Weißabgleich auf Schatten:


Sieht doch viel angenehmer aus, oder? Außerdem sind die Farben so auch wieder ziemlich originalgetreu.

An guten Kameras kann man den Weißabgleich manuell einstellen. Dazu benötigt man aber ein wenig Fotowissen. Wer sich damit nicht beschäftigen möchte sollte aber doch mal die vorgegebenen Möglichkeiten ausprobieren. Dabei sollte man sich nicht unbedingt immer an den Namen orientieren (Sonne, Schatten, bewölkt, trüb usw.), sondern einfach mal aufs Display schauen, eine Einstellung nach der anderen wählen, und mit der, bei der das Bild am besten und möglichst originalgetreu aussieht das Foto machen. Z. B. sieht es auch bei strahlendem Sonnenschein oft besser aus wenn man Bewölkt, Schatten oder Trüb wählt weil die Bilder dann einfach wärmer aussehen. Mit der Automatik, oder der Einstel- lung Sonne, Tageslich usw. werden die Bilder oft viel zu kalt, oder sogar ziemlich verfälscht, wie man an den Beispielbildern sieht.

Wer will kann ja das selbe Motiv auch noch mal mit der Automatik, oder sogar mit allen möglichen Einstellungen foto- grafieren, und dann am PC entscheiden welches davon das Beste ist. Ich mache das jedenfalls oft so, wenn ich ein geduldiges Motiv habe das nicht wegläuft oder -fliegt bringe ich meistens mehrere Versionen davon, mit verschiedenem Weißabgleich und/oder verschiedenen Stufen der Belichtungskorrektur (EV), mit nach Hause.

Soviel also zum Weißabgleich. Außer diesen Test-Bildern habe ich natürlich noch andere mitgebracht. Ich hatte ja meine ganz tolle DSLR-Kamera mit, und damit sollten mir ja wohl ganz tolle Bilder gelungen sein. Ob das so ist?





  


Schmetterlinge zu fotografieren ist nicht leicht. Sie sind meistens in Bewegung, und wenn sie sich mal hinsetzen muss man schnell sein. Wobei mir aufgefallen ist dass die dunklen sich schon mal etwas länger auf einer geeigneten Unterlage aufhalten. Eine geeignete Unterlage ist zum Beispiel der Waldboden. Auf welken Blättern, Nadeln usw. sind sie kaum zu sehen. Selbst wenn man sieht wo sie sich niederlassen hat man oft Probleme sie durch den Sucher der Kamera zu finden.

Die hellen dagegen, die gut zu sehen sind, sind immer in Bewegung. Wenn sie sich mal landen ist es nur für kurze Zeit, und man muss schon sehr schnell sein um sie noch vor dem Abflug zu erwischen.

Manchmal findet man auch andere Arten von Insekten, die teilweise ziemlich skurril aussehen. Ich weiß nicht wie sie heißen, und vorgestellt haben sie sich auch nicht.



Vom Waldrand aus konnte ich eine besondere Art von Vogel sehen. Er war ziemlich weit weg, und ich musste durch ziemlich vieles hindurch fotografieren. Was für eine Art Vogel das wohl gewesen ist?

Kommentare:

  1. Hallo Hans,
    danke für die wunderbare Erklärung. Leider ist bei mir momentan fast keine Zeit dafür übrig, um überhaupt zu experimentieren. Dazu ist auch noch mein PC halb hinüber, so dass ich immer Fred bitten muss, mir die Fotos zu überspielen. Ein neuer PC steht schon da, muss aber angeschlossen werden. Na ja, kommt Zeit, kommt Rat.
    Tolle Bilder sind das wieder! Kompliment!
    Liebe Grüße, Kathy

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  2. Hallo Kathi,

    kann es sein dass es noch gar nicht so lange her dass du ähnliche Probleme hattest und dir einen neuen PC zugelegt hast, Oder kommt mir das nur so vor? Oder steht der neue PC schon so lange in Warteposition?

    Ja, ich weiß ja wie wenig Zeit du hast. Aber ich mache nun mal gerne den "Erklärbär", weil ich es halt toll finde was man so alles aus unseren "Knipsschachteln" heraus holen kann wenn man sich ein bisschen auskennt. Vielleicht verirrt sich ja mal der eine oder andere hierhin der mehr Zeit hat und dem die Tipps etwas bringen.

    Durch all das was ich inzwischen fototechnisch so gelernt habe, habe ich ein Problem. Ich kann mir kaum ein Foto anschauen ohne Bedauern zu empfinden und z. B. zu denken: Wenn er/sie jetzt dies und jenes gemacht hätte wäre das Bild viel schärfer, der Himmel blauer, der Vordergrund heller, der Kontrast besser usw., usw.! Auch ein Problem! ;-)

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    1. Hallo Hans,
      Du passt aber gut auf! Stimmt, der PC ist jetzt mal gerade 2 Jahre alt aber ich kann keine Bilder mehr überspielen. Darum habe ich mir einfach einen Neuen gekauft und wenn der angeschlossen ist, kann Fred den alten PC wieder in Ordnung bringen. Einen PC brauchen wir für unsere Videoüberwachung, die das alles aufzeichnet. Einen brauche ich und einen braucht Fred. Dazu haben wir jeder noch einen Laptop.

      Deine Tipps sind wirklich Super! Ich habe früher als es noch die Kameras mit Film gab, vieles von meinem Vater gelernt über Weißabgleich und Blendeneinstellung. Das sollte doch auch bei der Digitalkamera funktionieren. Von daher bin ich nicht ganz dumm. ;-) Aber es gibt viele Menschen, die das nicht kennen und sie werden Dir dankbar sein.

      Ich werde eines Tages auch mehr Zeit haben aber da wollte ich eigentlich mal wieder malen. Staffelei, Leinwand und Farben habe ich schon. Na ja, die Zeit wird kommen. ;-)

      Liebe Grüße, Kathy

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    2. Hallo Kathy,

      gemalt habe ich früher auch ganz gerne, allerdings eher mit Bleistift usw., und anscheinend auch ganz gut, wie andere behaupteten. Aber jetzt habe ich schon sehr lange nicht mehr gemalt. Fotografieren ist ja viel bequemer! ;-)

      Ja, meine Tipps sind nicht schlecht, fand ich jedenfalls auch als ich sie mir erarbeitet habe, teils durch lesen, teils durch ausprobieren. Es ist nämlich ziemlich frustrierend wenn man sich manche Erzeugnisse der Automatik anschaut. Da ist es doch schön wenn man weiß wie es besser geht.

      Man muss sich ja auch gar nicht mit Zeit, Blende usw. befassen, Weißabgleich und Belichtungskorrektur reichen schon um wesentlich bessere Bilder hin zu bekommen.

      Naja, soviel zur Fotografie! Ich wünsche dir jedenfalls dass du Zeit und Muße zum Malen bekommst und wünsche dir viel Erfolg!

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