Sonntag, 25. August 2013

Unterwassertreff mit Archimeda?

Archimeda hat sich eine ganz tolle Unterwasser-Actioncam gekauft. Ich bin schon sehr gespannt darauf was sie damit anstellen wird. Falls sie uns daran teilhaben lässt.

Zufälliger Weise habe ich vor ein paar Tagen etwas ähnliches gemacht, allerdings im weitaus bescheidenerem Rahmen. Wenn wir bei Aldi einkaufen schaue ich mir immer die Technik in der Vitrine an. Da lag unter anderem schon länger eine wasserdichte Kamera für Unterwasseraufnahmen. 69 Euro und ein paar Cent sollte die kosten. Ich hatte zwar schon mal daran gedacht das mir so eine Kamera noch fehlt, aber da ich da meinerseits kein Einsatzgebiet sah nie ernsthaft daran gedacht eine zu kaufen. Außerdem wusste ich auch das diese Kamera von der Technik her nicht all zu viel zu bieten hat.

Vor ein paar Tagen aber, als sie plötzlich auf 29 Euro und ein paar Cent reduziert worden war konnte ich nicht widerste- hen. Es ist ja so dass es mich nicht nur reizt mit tollen Kameras tolle Fotos zu machen, sondern eben noch viel mehr aus eher schlichten Kameras mit Tricks und Kniffen gute Fotos heraus zu holen. Dafür ist diese Kamera ein lohnendes Objekt.

Sie hat 8 Megapixel auf dem Sensor, also eigentlich schon zu viele. Verschiedene Einstellung für den Weißabgleichs sowie eine Belichtungskorrektur sind vorhanden. Damit sollte einiges anzustellen sein.

Scharf stellen kann und muss man nicht, denn sie hat ein Fixfocus-Objektiv, dass heißt dass die Optik so eingestellt ist dass sie einen möglichst großen Bereich scharf stellt. Mit einem Hebel kann man diesen Bereich auf einen weiten Be- reich, z. B. für Landschaften, und einen nahen Bereich für Blumen usw. einstellen. Das war früher (und ist noch?) bei preiswerten analogen Kameras völlig normal.

Jedenfalls ist das Auslösen deshalb etwas gewöhnungsbedürftig, denn man drückt ohne auf den Focus-Piepser zu war- ten einfach nur durch. 

Videos macht sie auch. Aber damit habe ich mich noch nicht so beschäftigt. Aber hier erst mal ein Bild von dem guten Stück:


Wie gesagt, für die Unterwasserfunktion sehe ich noch kein Einsatzgebiet. Eigentlich habe ich nicht vor in irgend welchen Tümpeln zu tauchen. Und im Schwimmbad die Bikininixen unter der Wasseroberfläche zu fotografieren traue ich mich nicht. Aber man weiß ja nie was passiert.

Auf alle Fälle kann man schon mal testen was die Kamera so im normalen Bereich, also über der Wasseroberfläche, leistet. Von den Farben her, naja. Aber so ein farbliche Verfremdung kann ja auch mal schön sein. Zuerst mal zwei Landschaftsaufnahmen:





In etwa so wie eine Handycam, wobei mir einfällt das die ja auch ein Fixfocus-Objektiv haben. Oder hat jemand ein Handy bei der das Objektiv sich herein und heraus bewegt beim Anvisieren des Motivs?

Auch im Nahbereich ist die Qualität eher Handy-mäßig, aber man kann erkennen was gemeint ist:





Für den reduzierten Preis bin ich jedenfalls zufrieden damit. Und vielleicht werde ich mich ja doch noch mal entschlie- ßen in Teichen und Tümpeln auf Unterwasserfoto und Video-Jagd zu gehen. Und vielleicht werde ich da doch mal Archimeda begegnen. Oder Anais, der auch schon mal unter der Wasserlinie unterwegs ist. Auf Fernreisen in den Meeren, aber sonst auch in den heimischen Gewässern.

Dinkel-Apfelkuchen und Brötchen


Gestern habe ich mich an einen Dinkel-Apfelkuchen heran gewagt. Hat auch ganz gut geklappt. Den Eischnee habe ich nicht ganz steif bekommen. Mein Frau meint es lag daran das ein bisschen vom Eigelb mit ins Rührgefäß gelangt war. Es war dann kein Schnee, sondern eine schaumige, etwas steifere Flüssigkeit.

Verwendet habe ich sie trotzdem. Soooo penibel muss man ja nicht sein. Oder?

Der Kuchen schmeckt jedenfalls sehr lecker.... ....obwohl er sich nicht so wirklich von seiner Form trennen wollte. Meine Frau, in ihrer Funktion als Bäckermeistergehilfin, hatte sie schon mit Margarine ausgepinselt und mit Paniermehl be- streut, trotzdem blieb die äußere Hülle des Kuchens zuerst in der Form zurück. So sieht er nun etwas unkonventionell aus, aber was soll es, der Gaumen freut sich und der Bauch wird sicher auch zufrieden sein. Meine Naschkatzen haben jedenfalls schon die eine oder andere Kostprobe genommen! ;-)


Als der Kuchen im Backofen war, war ich ziemlich überrascht wie viel Zeit inzwischen vergangen war. Ich hatte nicht ge- trödelt und war die ganze Zeit mit all meinen Gedanken bei meiner Tätigkeit. Trotzdem hatte die ganze Aktion schon einige Zeit gekostet.

Eigentlich wollte ich auch noch Brötchen backen, aber da es schon etwas spät war und der Backofen erst mal vom Ku- chen blockiert, habe ich nur noch ein paar Fladen in der Pfanne gebacken. Wir hatten Italienische Pasten gekauft, und so konnten wir uns zum Abendbrot schmackhafte Wraps machen.

Die Brötchen habe ich heute gebacken. Dabei musste ich mir aber den Küchentisch mit meiner Frau teilen. Die hat nämlich auf unserem Japangrill unser Mittagessen zubereitet. Für die Brötchen habe ich dieses Mal wieder eine Back- mischung verwendet. Beim ersten Mal waren die Brötchen damit ziemlich klein geworden. Damals hatte ich den Teig in der Schüssel geknetet, aber jetzt habe ich ja, wie schon geschrieben, die Holzplatte zum Kneten. Da konnte ich ganz anders kneten, und habe dabei auch einen Typ von Katharina beherzigt. Mehrmals kneten und gehen lassen. Und nun habe ich doch ganz passable Brötchen zustande bekommen. Wir sind jedenfalls zufrieden und hoffen das uns nach Gegrilltem zu Mittag und Kuchen zur Kaffeezeit noch etwas Appetit zum Abendessen bleibt.


Falls nicht, der nächste Morgen, und damit das Frühstück, kommt ja auch noch. Und meine Tochter freut sich schon darauf leckere Brötchen mit zur Arbeit zu nehmen.


Rezept-Links im Text: Dinkel-Apfelkuchen

Freitag, 23. August 2013

Pfannenbrötchen und Experimente

Vor einiger Zeit habe ich in meinem vorübergehenden Testblog von meinen Backversuchen berichtet. Eigentlich hatte ich vor ab da, zumindest in der Zeit in der ich noch arbeitsunfähig bin, die Versorgung mit Brot und Brötchen eigenhändig zu übernehmen und mich dabei immer weiter zu perfektionieren.

Leider schlugen dann die Ereignisse über uns zusammen, und ich hatte längere Zeit weder Zeit noch die Ruhe zum Backen. Vergessen habe ich mein Vorhaben aber nicht, und wenn ich auch selbst nichts gemacht habe, habe ich doch durch schmökern in Büchern und im Internet meine Grundkenntnisse immer mehr erweitert.

Es ist natürlich nicht schwer nach einer vorgegebenen Anleitung z. B. ein Brot oder Brötchen zu backen. Aber mir war es immer wichtig mich bei allem was ich tue genau auszukennen. Also nicht nur zu wissen wie man etwas tut, sondern auch warum man es tut. Zum Beispiel genaue Kenntnisse über die Hefe, bei welchen Temperaturen sie sich wohlfühlt, bei welchen sie abstirbt, bzw. überhaupt das es sich bei der Hefe um lebende Organismen handelt. Welche Unterschie- de gibt es bei den Mehlen, wie verhalten sie sich beim Kneten und beim Aufgehen. Usw., usw.!

Mit solchen Kenntnissen ausgestattet kann man viel sicherer an die Sache herangehen, Fehler vermeiden und erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit.

Aber nicht nur Kenntnisse über das Backen selbst, sondern auch über die Geschichte des Brotes habe ich auf diesem Weg erworben. Und das interessierte mich sehr.

Angefangen hat es nämlich mit Getreidebrei. Brot gab es da noch nicht. Irgendwann haben die Leute dann festgestellt das man diesen Getreidebrei auf heißen Steinen zu einer festen Masse backen kann. Natürlich ziemlich dünn, denn die Hitze kam ja nur von unten. Diese dünnen Fladen, die im wesentlichen nur aus gemahlenem Getreide und Wasser be- standen waren dann das erste Brot.

Nur Mehl und Wasser! Also keine Treibmittel wie Hefe oder Backpulver, denn die waren ja damals noch gar nicht be- kannt. Das wollte ich auch mal ausprobieren. Längere Zeit eigentlich schon. Aber erst gestern hatte ich die Zeit dazu, und besiegte auch den inneren Schweinehund der mir immer wieder einreden wollte das es doch auf der Couch viel gemütlicher sei. Nur sehr knapp zwar, aber immerhin!

Also machte ich es, und zwar so einfach wie möglich. Ich füllte eine Tasse mit Mehl, um ein Maß zu haben, und schüt- tete dann den Inhalt in eine Schüssel. Vorsichtshalber streute ich, des Geschmacks wegen noch eine Prise Salz darü- ber. Dann goss ich  vorsichtig lauwarmes Wasser hinzu, rührte zuerst, und knetete dann das Gemisch. Nach einer Wei- le wurde es klebrig, also kam noch etwas Mehl hinzu.

Als ich dann schließlich eine elastischen, nicht mehr klebrigen Kloß zurecht geknetet hatte legte ich ihn erst mal zur Seite. Ich hatte nämlich gelesen das man auch Teige ohne Treibmittel einige Zeit ruhen lassen sollte, damit sich das Mehl besser mit dem Wasser verbinden kann.

Nun bekam ich aber ein Problem. Meiner Frau, die meine Backkünste zu schätzen gelernt hat, lief schon so langsam das Wasser im Munde zusammen, und sie wies mich auf ihren zunehmenden Hunger hin. Eigentlich wollte ich ja nur experimentieren und war mir gar nicht sicher was dabei so raus kommen würde. Nun beschloss ich aber noch ein paar Pfannenbrötchen zu machen.

Während mein Experiment also ruhte mischte ich die Zutaten für Pfannenbrötchen und knetete sie ordentlich durch. Das mache ich immer per Hand, weil es mir so am meisten Spaß macht. Bisher hatte ich das immer in der Schüssel ge- macht in der ich auch die Zutaten vermischt hatte, aber gestern habe ich eine Holzplatte hervor gesucht die wir irgend- wann mal zu diesem Zweck gekauft hatten. Da konnte man den Teig gleich wesentlich besser, und mit wesentlich mehr Kraft durchkneten.

Aufgehen lasse ich den Teig im Backofen, bei einer Temperatur von ca. 37°C, 30 - 45 Minuten. Der Temperaturregler wird dazu nur ganz wenig aufgedreht, wie weit habe ich mal mit einem Thermometer ausprobiert. Und siehe da der Teig ging, wahrscheinlich wegen des intensiveren Knetens, wesentlich besser auf.

Aber dazu später mehr, denn jetzt ging es endlich an mein Experiment. Ich teilte den Teig in zwei Hälften und rollte eine davon mit dem Teigroller (auch Nudelholz!) auf ungefähre Pfannengröße aus. Dann erhitze ich etwas Fett in der Pfanne und buk mein Erzeugnis einige Zeit von beiden Seiten. 

Meine Idee war es in die so erzeugten Fladen Wurst, Käse und evtl. Salat einzurollen, also einen Wrap herzustellen. Das ging aber leider nicht, denn dazu war mein Fladen zu steif und doch noch zu dick. Also teilte ich die verbliebene Hälfte noch einmal auf und rollte ein Teil davon auch wieder auf Pfannengröße aus. Dazu musste ich aber einiges an Mehl auf der Platte verteilen, denn der Fladen wollte nur zu leicht ankleben.

Dieser Fladen kam nun auch wieder in die Pfanne, und als ich ihn von beiden Seiten gebacken hatte, war er tatsächlich elastisch genug um eine Wrap daraus herzu stellen. Sehr zur Freude meiner Frau, die gleich einen Test durchführte. Auch mit dem letzten Stückchen Teig hatte ich Erfolg, und ehe ich mich versah war es auch einkassiert, zu einem Wrap verarbeitet und im Bauch meiner Frau verschwunden. 

Ich machte mir aus dem zu dick geratenen Fladen eine Art Mehrschichtenbrot. Ich belegte ihn und versuchte ihn gewalt- sam zu rollen. Dabei brach er an mehreren Stellen und so hatte ich im Endeffekt verschieden Schichten von Wurst und Fladen in der Hand. Geschmeckt hat es aber, und das ist ja die Hauptsache!

Weg waren sie also, und das obwohl ich meine Tochter eigentlich auch mal probieren lassen wollte. Also fertigte ich gleich noch mal die oben angegebene Mischung an, knetete sie und legte sie zur Seite.

Denn nun wurde es Zeit für die Pfannenbrötchen. Mein Teigkloß war sehr schön aufgegangen. Ich teilte ihn in sechs Tei- le, rollte die zu Kugeln und drückte sie etwas flach. Dann buk ich sie zwei mal 5 Minuten von jeder Seite bei schwacher Hitze (Induktionsfeld Stufe 1). Der Test ergab das sie gut waren, sogar noch besser als beim letzten Mal. Das Intensive- re Kneten hatte zu besserem Aufgehen und zu lockereren Brötchen geführt.

Während die abkühlten stellte ich aus meinem zur Seite gelegten Teigkloß dieses Mal vier dünne Fladen her. Nun hatte ich also 6 Pfannenbrötchen und vier dünne Teigfladen. Da meine Frau von den beiden Wraps erst mal satt war konnte ich mich eine Weile daran erfreuen. Ehe ich aber auf die Idee kam sie zu fotografieren kam meine Tochter nach Hause und machte sich begeistert darüber her. Und so beeilte ich mich damit auch noch etwas ab zu bekommen.

Heute Morgen konnte ich gerade noch die Reste zu fotografieren, bevor sie in irgend welchen Mägen verschwanden:


Mein Experiment könnte man also als gelungen bezeichnen. Mehl, Wasser und etwas Salz, und schon hat man ein leckeres Abendbrot. Die Pfannenbrötchen sind etwas aufwendiger, aber nicht sehr und auch leicht hergestellt. 

Was ich noch erwähnen möchte: Ich habe natürlich, wie immer, mit Dinkelmehl gebacken, den unser heutiger umge- züchteter Weizen verursacht nicht nur mir Bauchschmerzen.


Rezept-Links im Text: Pfannenbrötchen

Donnerstag, 22. August 2013

Mit der Machete durch den Dschungel

Wenn ich Zeit habe, aber zu unkonzentriert und/oder müde bin um etwas Vernünftiges zustande zu bringen, nehme ich schon mal meine Machete und begebe mich wie Indiana Jones zur Schatzsuche in den Dschungel. Was mir dabei in den Weg kommt wird nieder gemacht. Bäume, Blumen und Gräser, aber auch Tiere wie z. B. Schafe, Pferde, Vögel, In- sekten usw.! Gnadenlos metzele ich sie nieder.

Und dazu muss ich noch nicht mal das Haus verlassen. Denn der Dschungel befindet sich auf einer externen Festplatte. Und die Machete ist in diesem Fall die Maus. Alle Bilder die ich jemals digital fotografiert habe, habe ich auf die Fest- platte übertragen. Bilder von inzwischen 11 verschiedenen Kameras, dazu noch Handycams. Hauptsächlich Bilder von meinen Spaziergängen, unzählige Bilder von Bäumen, Blumen, Gräsern, verschiedenen Tieren, Landschaftsbilder, usw., usw.! Die Tatsache das ich viel experimentiere, und oft auch von einem Motiv mehrere Bilder mit verschiedenen Ein- stellungen mache, begünstigt noch zusätzlich noch die Bilderflut.

Ich muss zugeben, ich habe mir da lange Zeit keine Gedanken darum gemacht. Was man hat das hat man! Besser zu viel als zu wenig.

Irgendwann bin ich dann aber doch ins Grübeln gekommen. Seit ich nämlich meine digitale Spiegelreflexkamera habe füllt sich die Festplatte explosionsartig, und selbst die Bilder-Partition mit ca. 500 GB auf meiner 1 TB-Festplatte bekam so langsam Platzmangel. 

Die Bilder die meine  Spiegelreflexkamera macht erzeugen sowieso schon wesentlich größere JPG-Dateien als meine anderen Kameras. Dazu kommt dass ich sie oft gleichzeitig als JPG und als Raw abspeichern lasse. RAW-Dateien enthalten die Rohdaten die vom Sensor kommen, sind also nicht so wie die JPG-Dateien schon komprimiert. Also noch mal wesentlich größer als die JPG-Dateien.

Und last but not least kann mein Grafikprogramm das Raw-Format das meine Kamera erzeugt nicht lesen, ich muss die Bilder also in ein anderes Raw-Format konvertieren. Natürlich habe ich das andere meistens nicht gelöscht, und so hat- te ich dann von jedem Bild drei sehr große Dateien.

Das ging also schon mal nicht lange gut. Dazu kam noch etwas: Ich hatte natürlich auch schon mal Bilder von meiner Familie, Verwandten, Bekannten usw. gemacht. Aber solche Fototermine waren wesentlich weniger als meine Spazier- gänge und Fotoexperimente. Und so befanden sich diese Bilder dann irgendwo zwischen all den anderen Bildern die ich auf die Festplatte übertragen hatte. Wollte ich mir irgendein Bild später noch mal anschauen musste ich lange suchen, denn dazu sie vernünftig zu beschriften, in eine systematisch Ordnerstruktur einzugliedern und/oder mit Stichwörtern zu versehen, hatte ich mir natürlich die Zeit nicht genommen. Oder hatte gar nicht die Gelegenheit sie mir zu nehmen.

Da stand ich nun also vor einem Dschungel von Bildern, der irgendwo die Schätze, in Form von Bildern von Menschen und/oder Ereignissen die mir wichtig sind, enthält. Und ich fragte mich: Brauchst du denn all diese Bilder die du auf dei- nen Spaziergängen immer wieder von gleichen und ähnlichen Motiven gemacht hast? Musst du all diese Experimental-Bilder an denen du das Fotografieren gelernt hast wirklich aufheben? 

Die Antwort darauf war ein klares nein. Also machte ich mich bei passender Zeit und Gelegenheit daran den Dschungel um meine Schätze herum abzuholzen. Unzählige Bilder, evtl. ganze Ordner, wurden gnadenlos gelöscht. Und nach etli- chen Dschungelexpedition kamen sie so langsam ans Licht, meine Schätze. 

Dann, bevor ich sie noch alle in Sicherheit bringen konnte kam der Festplatten-Crash. Der Schock war groß! Aber Gott sei Dank bin ich ja in solchen Sachen kein ganz so dummer. Und so konnte ich meine Festplatte noch mal retten. Die erste Aktion danach war es den verbliebenen Bilder-Dschungel auf eine zweite Festplatte zu kopieren. Ich hoffe da sind sie erst mal sicher. 

Allerdings sind meine Schätze ja immer noch nicht komplett frei gelegt, es gibt noch einiges darum herum weg zu räumen. Also stehen noch einige Expeditionen in den Bilderdschungel an. Ich kann nur hoffen das ihr mit euren Fotos disziplinierter umgeht als ich, und nicht irgendwann auch mal vor einem ähnlichen Desaster steht!

Dienstag, 20. August 2013

Festplattenrettung und gerettete Schmetterlinge

Dank Testdisk konnte ich beide Partitionen meiner Festplatte wieder herstellen. Ich kann mich nicht genau erinnern was alles drauf ist, aber bisher habe ich noch nichts vermisst. Allerdings haben sich ins Hauptverzeichnis beider Partitionen lauter Pseudoeinträge eingeschlichen, die sowohl Ordner als auch Dateien simulieren. Wenn man sie anklickt erhält man allerdings nur Fehlermeldungen. 

Aber solange sonst alles da ist soll mich das nicht weiter stören. Ich habe das wichtigste auf eine andere Festplatte ko- piert und werde die gerettete nun in den Schrank legen. Falls ich noch etwas vermissen sollte kann ich sie dann ja wieder hervorholen und durchsuchen.

Für die Interessierten: Bei Testdisk habe ich mich annähernd an diese Anleitung gehalten:


Per Quicksearch wurden meine Partitionen nicht gefunden, ich musste erst Deepsearch anwenden. Danach konnte ich mit Write meine Partitionsdaten schreiben. Vor dem Schreiben muss man den Typ der gefundenen Partition angeben, in der Beschreibung wird angegeben dass man L (Logisch) nehmen soll, ich konnte allerdings nur P (Primär) oder * (Primär bootable) wählen, und so habe ich P gewählt.

Das Programm ist nicht ganz so bedienerfreundlich wie man es gewohnt ist. Zum Beispiel hätte ich mir gewünscht das man gleich Deepsearch wählen kann und nicht erst (stundenlang) Quicksearch ausführen muss, bis man endlich Deep- search wählen kann. Es muss auch alles per Hand ausgewählt werden. Das ist aber oft so bei Rettungs- und ähnliche Programmen, da sie oft auf Boot-CDs eingesetzt werden die wegen der Hardwarenähe noch im Dos-Modus arbeiten.

Soviel dazu. Nun hätte ich noch etwas zu den Gedanken, die mir während der Rettung so durch den Kopf gingen, zu schreiben. Zeit genug hatte ich, da die Rettung hauptsächlich aus langen Wartezeiten mit zwischen durch etwas Action bestanden.

Die Festplatte hat eine Kapazität von einem Terrabyte. Ganz toll, jede Menge Raum für jede Menge Daten.

Aber:
  • Wo jede Menge Daten sind, können auch jede Menge Daten verloren gehen!
  • Alles dauert lange, der Durchlauf eines Rettungsprogramms (kann Tage dauen!), das Formatieren, das Sichern der gut gefüllten Festplatte, usw.!
So gesehen wäre es wohl besser wenn man statt einer riesengroßen externen Festplatte mehrere kleine hätte. Es ist zwar teurer, aber bestimmt wesentlich Nervenschonender, und im Falle eines Defekts auch Zeitsparender.

Wozu braucht man überhaupt so große Festplatten? Kriegt man da jetzt so viel mehr drauf? 

Eigentlich noch nicht mal, denn alles was da drauf kommt wird ja auch immer größer. Schuld daran ist fast immer die Grafik. Ein Programm das früher auf eine Diskette passte, brauchte später eine CD und kommt heute meist auf einer DVD daher. Dabei hat sich an den Funktionen, bzw. bei Spielen dem Spielprinzip, nicht so sehr viel verändert oder sogar verbessert. Es ist halt alles nur grafisch aufwendiger geworden. Die Monitore verlangen immer mehr Pixel zur Dar- stellung der Grafiken, wo früher die Spielfigur ein bunter Farbklecks war ist sie heute kaum von einem echten Menschen zu unterscheiden.

Und die Fotos!!!!! Die Kameras bekommen immer mehr Megapixel aufgedrückt. Jeder Experte weiß, das 6, höchstens 7 Megapixel für alles ausreichen was ein normaler Mensch braucht. Wer keine Ausdrucke im Din A4 Format braucht kommt sogar mit 4 Megapixeln klar.

Der Einzige Grund für mehr Megapixel wäre es, das man Ausschnitte (Crops) von einem Bild verwendet. Aber: Je mehr Pixel man auf den kleinen Sensor packt, desto schlechter wird die Qualität. Und so wird man in den meisten Fällen von diesen Ausschnitten enttäuscht sein.

Wem es also darauf ankommt seine Bilder im Internet zu zeigen, und evtl. Ausdrucke in Formaten bis zu 13x18 zu er- stellen kommt eigentlich mit vier Megapixeln aus. Wenn er nun stattdessen eine der modernen
Kameras mit  bis zu 21 Megapixeln besitzt hat er folgende "Vorteile":
  1. Er braucht beim Fotografieren mehr Speicherplatz, also eine größere Speicherkarte.
  2. Das Speichern dauert länger, also mehr Wartezeit bis das nächste Bild gemacht werden kann.
  3. Das Übertragen auf die PC-Festplatte dauert länger
  4. Mehr Speicherplatz auf der PC-Festplatte wird benötigt
  5. Jeder Arbeitsschritt, von der Bildbearbeitung bis zum Drucken dauert lange, da die Bilddatei dazu (meist extrem!) verkleinert werden muss.
  6. Usw., Usw.!
Mein Laptop-Bildschirm hat eine Auflösung von 1600 x 900 Pixel. Das sind 1,44 Megapixel. Um mir das ganze 21 Mega- pixelbild zu zeigen muss es erst auf 1,44 Megapixel verkleinert werden. Wenn ich meine Bildbearbeitung aufrufe ist der Arbeitsbereich natürlich noch kleiner. Lasse ich die Datei beim Bearbeiten so groß dauert jeder Arbeitsschritt unendlich lange. Völlig sinnlos, denn:

Ins Internet stelle ich meine Bilder meist in der Größe von 1024 x 768, das sind ca. 0,8 Megapixel.

Laut Kodak braucht man für einen Fotoausdruck:
  • Für  9 x 13:    0,6 Megapixel
  • Für 10 x 15:   0,8 Megapixel
  • Für 13 x 18:   1,1 Megapixel
  • Usw., siehe Link (Tabelle weiter unten)!
Wozu also soviel Megapixel in der Kamera? Lieber Gott schenke den Kameraherstellern Hirn und lass sie Kameras mit der heutigen Technik aber nur bis zu 6 Megapixeln auf dem Sensor bauen!

Soviel zum Megapixelwahn. Und soviel auch zu den Gründen warum wir größere Festplatten brauchen!

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Schmetterlings-Bilder zeigen, die ich schon auf die bewusste Festplatte über- tragen hatte und deshalb verloren glaubte. Diesen hier habe ich zwar schon öfter gezeigt, aber hier hat er sich mal dekorativ auf einem Farnwedel niedergelassen: .


Den nächsten finde ich so schön, das ich gleich vier Bilder davon zeigen möchte (und weil ich sonst nichts mehr habe! ;-) ):





Das soll es jetzt aber erst mal gewesen sein. Falls sich jemand noch etwas mehr über den Megapixelwahn informieren möchte, hier ein paar Links:

Das Ende des Megapixel-Mythos

Beste Bildqualität mit 6 Megapixeln

Mieses Megapixelmärchen

Sonntag, 18. August 2013

Spaziergang und Festplattenschock

So ein Spaziergang ist eine schöne und entspannende Sache. Wenn man wieder nach Hause kommt ist man möglicher Weise ein wenig erschöpft, aber entspannt und glücklich.

Wenn man dann aber den Rechner einschaltet um die Bilder von der Speicherkarte der Kamera auf die externe Fest- platte zu kopieren, und die Meldung erhält das diese unformatiert ist, ist es mit dem Glücklichsein schnell vorbei. 

Vor kurzem wurde schon mal beim Möbel verschieben das USB-Kabel samt Schnittstelle abgerissen. Da konnte ich die Festplatte relativ einfach wieder flott machen indem ich sie in ein anderes Gehäuse baute. Seither beschäftige ich mich damit die Daten auf eine andere Festplatte zu sichern, da aber zur Zeit einiges bei uns los ist bin ich noch nicht sehr weit gekommen. Und nun sieht es fast so aus als ob der Rest der Daten verloren wäre. Zum Beispiel ziemlich viele Bilder, um die es mir sehr leid täte.

Im Moment läuft ein Programm namens Testdisk. Das benötigt aber Stunden bis es zu einem Ergebnis kommt. Ich habe das heute schon einmal hinter mir. Offenbar ist die Partitionstabelle beschädigt. Das Programm hat  aber die richtigen Einstellungen gefunden und ich konnte mir sogar meine Dateien anschauen. Allerdings hatte ich noch nicht gefunden ob und wie ich alles wiederherstellen kann, und als ich dann die Eingabetaste drückte um dahin zu kommen wo man laut Beschreibung die Einstellungen speichern kann, wurde vermeldet das ich ja gar nichts geändert habe. Zurück geht nicht mehr. Also alles noch mal von vorne und dann besser aufpassen.

Schau'n wir mal! Aber wie geschrieben, unterwegs war ich auch und hatte dieses Mal meine Bridgekamera dabei. Viel habe ich nicht fotografiert unterwegs, weil ich zuerst noch den Kopf voll Stress hatte. Einiges aber dann doch.

Am Anfang zwei Bilder zu meinem Nieder-mit-der-Automatik-Feldzug. Zuerst das Bild das ich mit der Automatik meiner Kamera geschossen habe:


Dann im P-Modus, Weißabgleich: Schatten, Belichtungskorrektur: -1/3


So viel dazu. In letzter Zeit war ich viel auf meinen Waldstrecken unterwegs. Gestern war die gemischte Feld, Wald und Wiesenstrecke angesagt. Auf der Wiese begegnete mir dieser ansehnliche Kollege (oder Kollegin?):


Schau mir in die Augen Kleiner:


Ein anderer Flattermax hat sich unter Grashalmen vor dem Wind in Sicherheit gebracht.

 
Am Waldrand suchte ein Rehbock nach einer leckeren Mahlzeit. Leider bemerkte er mich sofort, und so gelang mir nur ein schneller Schnappschuss.


Erste Anzeichen des Herbstes gab es auch schon zu sehen. Die Eicheln sind schon ziemlich weit.


Und die Bauern haben ihre Felder abgeerntet..



Dieser Sommer war nicht so schön für uns, wobei ich jetzt gar nicht das Wetter meine. Meine Krankheit mit ihren Fol- gen, private Probleme über die ich hier nicht schreiben möchte, dazu aktuell möglicherweise noch der Verlust meiner jahrelang gesammelten Fotos.... ....und von Politik und Zeitgeschehen will ich erst gar nicht schreiben.

Gut das es mir auf meinen Fotoexpeditionen doch immer gelingt wieder gelingt abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Auch wenn man manchmal, so wie z. B. gestern, leider sehr schnell wieder von der brutalen Realität eingeholt wird.


Dienstag, 13. August 2013

Waldspaziergang mit Experimenten

Als ich zu meinem heutigem Spaziergang aufbrach, war herrlichster Sonnenschein. Da konnte ich meinen Regenschirm zu Hause lassen... ...dachte ich. Frau und Tochter waren allerdings schon unterwegs gewesen, per Auto, und meinten dass es zwischendurch immer mal wieder zu Regenschauern käme. Also nahm ich das unbequeme Möbel doch mit, Gott sei Dank, wie sich später heraus stellte.

Zuerst war das Wetter allerdings nicht schlecht, und so konnte ich mich auf einer Waldwiese wieder an etwas versuchen was mir schon lange ein Anliegen ist, Schmetterlinge im Flug zu fotografieren. Ein ziemlich schwieriges, fast unmög- liches Unterfangen.

Da sich die Flügel sehr schnell bewegen, benötigt man eine extrem kurze Belichtungszeit. Dazu ist es schon mal sehr vorteilhaft wenn viel Licht da ist, also am besten im vollen Sonnenschein. Meine bisherige Versuche im Waldschatten... ...naja, Schwamm drüber. 

Allerdings reicht das volle Sonnenlicht immer noch nicht. Man arbeitet ja meistens mit dem Teleobjektiv und zoomt sich ziemlich nahe an das Objekt der Begierde heran. Da wird es schon wieder schlechter mit der Belichtung. Dem entgegen steuern kann man durch erhöhen des ISO-Wertes. Das ist zwar mit Qualitätsverlusten verbunden, bei einer digitalen Spiegelreflexkamera sieht man das aber kaum und allenfalls bei sehr hohen Werten.

Zu guter Letzt kommt natürlich noch das Problem mit dem Fokus, also dem Scharf stellen. Das klappt natürlich gar nicht, wenn man direkt den Schmetterling anvisiert, denn der ist ja ständig unterwegs. Also kann man nur auf das Gras, die Blumen usw. im ungefähren Flugbereich scharf stellen und ansonsten auf das Glück hoffen. 

Dann fleißig drauf los fotografiert, und wenn man Glück hat findet man zu Hause am PC unter all den vielen Fotos eins das halbwegs zu gebrauchen ist.

Froh sein kann man schon wenn der Schmetterling auch nur andeutungsweise zu erkennen ist.


Wenn schon Details zu erkennen sind noch froher.


Und so eine Aufnahme kann man, obwohl sie auch nicht ganz scharf ist, schon als gelungen bezeichnen:



Wie gesagt, nicht ganz scharf, aber von der Bildkomposition her doch sehr schön. Der auf die Blüte einschwebende Schmetterling, das hat schon was.

Den nächsten Schmetterling, jedenfalls die Art, habe ich schon öfter gezeigt. Er sonnte sich wieder in einem Sonnen- fleck im Wald. Im Wald habe ich, um kürzere Belichtungszeiten zu erreichen, immer einen Iso-Wert von mindestens 400 eingestellt. 


Als ich aber beim Fotografieren auf die Werte schaute, sah ich das ich da doch noch viel Spielraum hatte. Also versuch- te ich es noch mal mit Iso 100, dem Standardwert. Wer gute Augen hat kann ja mal schauen ob er Qualitätsunterschie- de sieht.


Zwischendurch lief mir ein aus der Operettenwelt her bekannter Vogel über den Weg:

Wer uns getraut? Ei sprich! Sag du's! - Der Dompfaff hat sich nicht getraut! ;-)

Da ist er der feige Hund... ...äääh... ...Vogel!


Und damit näherte sich mein Wetterglück dem Ende. Es wurde dunkel, kam zu vereinzelten Schauern und dann zu einem richtigem Platzregen. Der Schirm, den ich so lange mitgeschleppt hatte, und der mir beim Fotografieren immer wieder im Weg war, kam nun zum Einsatz. Dazu dass natürliche Schutzdach des Waldes, da konnte ich mich noch relativ wohl fühlen. 

Fotografieren war jetzt eher schlecht, aber Experimente gehen ja immer. Also versuchte ich die Situation in der ich mich gerade befand fotografisch darzustellen. Zunächst mit den normalen Einstellungen:


Ein schönes, relativ gut ausgeleuchtetes Waldbild, aber so war es eben nicht. Es war viel dunkler. Und so musste die Belichtungskorrektur ran, nach einigen Versuchen mit -1 2/3 (-1,67).


Das passt schon viel besser. Die Belichtungsautomatik der Kamera versucht immer das Bild gleichmäßig ausgeleuch- tet darzustellen. Im Normalfall ist das nicht schlecht, aber wenn man eben eine besondere Lichtsituation darstellen möchte hilft nur der Eingriff per Belichtungskorrektur.

So kann der geneigte Betrachter dann sehen in welche Situation man da hinein geraten ist:






Nach diesem Unwetter wurde es aber doch wieder schön. Das war auch gut so, denn wir hatten noch mit unserer Tochter eine Wohnungsbesichtigung zu absolvieren. Die war sehr erfolgreich, die Tochter ist ab nächsten Monat gut untergebracht. 

Zuerst dachte ich das ich nun wieder öfter an den Laptop komme. Die Wohnungssuche hat sich ja nun erledigt. Aber das war leider ein Irrtum. Die Wohnung muss ja nun auch eingerichtet werden, und da muss man Tausende von Dingen ergoogeln. Muß ich halt, so wie jetzt gerade, die Lücken nutzen, wenn die Tochter unterwegs ist.

Montag, 12. August 2013

Andere Gegend, andere Schmetterlinge


Heute musste ich meinen Spaziergang irgendwie dazwischen quetschen. Unsere Tochter hat sich von ihrem Freund ge- trennt, ist zur Zeit wieder bei uns, möchte aber möglichst schnell eine eigene Wohnung haben. So sitzt sie nun stun- denlang vor meinem Laptop, sucht Wohnungen, schreibt und ruft Vermieter an, und zwischendurch geht es immer wieder los zur Wohnungsbesichtigung.

Natürlich ist da elterliche Begleitung angesagt, und so haben wir halt täglich mehrere Termine. Aber das Ende ist in Sicht, mit etwas Glück ist die Wohnungssuche Morgen nachmittags beendet. Jedenfalls habe ich es geschafft mich zwischendurch auf den Weg zu machen, heute wieder auf meiner gemischte Fels-, Wald und Wiesenstrecke.

Es hatte nachts geregnet, so vermutete ich schon das es im Wald ziemlich feucht würde. Damit, dass meine Strecke teilweise ziemlich zugewachsen, bzw. teilweise sogar undurchdringlich ist, aber nicht. Aber ich wollte nun mal daher, zwängte mich also hindurch, und war so ziemlich nass als ich endlich wieder bessere Wege erreichte. Aber davon ließ ich mich nicht beirren und setzte meinen Weg fort.

Viel gab es nicht zu fotografieren. Im Wald ist halt alles grün, und da es nach dem Regen noch kühl war, und auch die Sonne sich nicht so richtig sehen ließ waren auch nicht viele Insekten unterwegs. Ich kam also ohne fotografische Beute aus dem Wald heraus. Danach wurde es aber besser. Viele Schmetterlinge waren nicht unterwegs, aber die wenigen waren ziemlich schön anzusehen.

Zum Beispiel sogar ein blauer. Der gefällt mir so gut, das ich gleich drei Bilder davon zeigen möchte.




Leider kann ich das schönste Bild nicht zeigen, einfach weil es mir nicht gelungen ist. Von oben sind die Flügel dieses Schmetterlings tiefblau und wunderschön. Leider öffnet er seine Flügel nur zum Davonflattern, sobald er sitzt klappt er sie zu.

Auch der nächste Schmetterling ist ein sehr schönes Exemplar. Mit Fransen verzieren z. B. Indianer gerne ihre Klei- dung. Vielleicht ist er ja, mit seinen Fransen-geschmückten Flügelrändern eine Indianerschmetterling?


Auch der nächste, und leider erst mal letzte Schmetterling ist sehr schön anzuschauen. Er (oder sie?) scheint der selben Gattung, der Fransen-geschmückten an zu gehören.


Aber nicht nur Schmetterlinge waren unterwegs, auf einem Stück Holz fand ich diese Ich-weiß-nicht-was:


Kleine Wespen habe ich schon öfter fotografiert. Aber trotzdem habe ich mich zu einer Symphonie in gelb inspirieren lassen.


Sogar noch mal von ganz nahe.


Schwarzgelb ist die bevorzugte Farbe bei den Stachelinsekten.Sehr passend hier in Dortmund und Umgebung. Ob wohl z. B. in Gelsenkirchen blauweiße Insekten unterwegs sind? Und in München......?

Sonntag, 11. August 2013

Versteckspiel


Heute war es ziemlich kühl, und dazu auch noch sehr windig. Spazieren gegangen bin ich nicht, aber eine Runde durch den Garten bin ich doch gegangen. Natürlich mit Kamera, da ich hoffte dass mir vielleicht doch noch das eine oder an- dere Insekt vor sie Kamera geraten würde.

Die Schmetterlinge spielten heute Verstecken. Sie hatten wohl keine Lust vom Wind herum geschleudert zu werden. Deshalb fand man sie heute nicht auf Gräsern, Blumen usw., sondern darunter und dazwischen.




Andere hatten nicht so große Probleme mit dem Wind, sie ließen sich auf den Pflanzen durchschaukeln und fanden es anscheinend ganz toll. Eine fotografische Großaufgabe so ein wild schaukelndes etwas halbwegs scharf abzulichten.


In Mutters Vorgarten fand ich Archis spezielle "Freunde" bei der Arbeit. Sie versorgten sich da anscheinend mit feuchtem Lehm zum Nestbau.


Viel mehr gab es heute nicht zu erkunden. Ein ruhiger Sonntag war heute, mit spätem Aufstehen und gemütlichem "Herumdaddeln". Mal sehen wie es morgen wird.

Samstag, 10. August 2013

Wie wird ein gutes Foto?


Gestern hatte ich über den Weißabgleich geschrieben und auch die Belichtungskorrektur erwähnt. Außerdem hatte ich angedeutet dass ich um zu einem guten Foto zu kommen das selbe Motiv oft mehrmals aufnehme. Heute saß ich auf einem Klappstuhl in Mutters Vorgarten und spielte mit meiner Samsung herum. Und da kam mir die Idee mal zu zeigen wie so ein Weg zum guten Foto bei mir abläuft.

Ich fotografiere also ein Motiv, wie hier die Blume. An der Kamera ist noch alles auf Automatik eingestellt, also auch der Weißabgleich.


Dabei kommt dann so etwas (siehe oben) heraus. Viel zu hell, und total falsche Farben. Im Blütenkelch ist fast alles durch Überbelichtung weiß, es sind also keine Konturen zu erkennen. 

Nun wähle ich also, während ich das Motiv anvisiere und dabei aufs Display schaue einen anderen Weißabgleich. Wie fast immer ist auch hier Schatten die beste Wahl. Ich fotografiere also wieder.


Nun kommt die Farbe in etwa hin, nur ist alles viel zu hell. Die Überbelichtung im Blütenkelch ist auch nicht besser geworden. Also ist nun die Belichtungskorrektur (EV) dran und wird zum Beispiel auf -1 gestellt.


Schon besser, die Farbe der äußeren Blütenblätter ist satter, und innen im Blütenkelch erkennt man Konturen und außerdem das die inneren Blütenblätter nicht weiß, sondern leicht gelblich sind. 

Damit gebe ich mich aber nicht zufrieden, sondern fotografiere das Bild noch mal mit einer Belichtungskorrektur von -2. Dabei sehe ich gleich dass einige Bereiche des Bildes schon zu zu dunkel geworden sind.


Aber die kann ich nun später mit der Bildbearbeitung aufhellen und die, die ich perfekt finde so lassen. Und mit diesem Bild gebe ich mich dann endlich zufrieden.


Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt das es bei der Belichtungskorrektur nicht nur ganze Schritte gibt. Ich habe bei meinen Beispielen -1 und -2 verwendet. Bei meiner Samsung gibt es dazwischen noch Drittel-Schritte, also z. B. -1 1/3 und -1 2/3 usw.! Die dürfen auch gerne verwendet werden.