Sonntag, 17. November 2013

Doppelback mit Ehefrau

Heute gab es einen kleinen Backwettbewerb in unserer Familie. Meine Frau hat in einer Kastenform ein Dinkel-Buch- weizenbrot  nach einem Rezept aus dem Buch Brotbacken für Eilige gebacken. 

Ich wollte endlich mal meine Gärkörbe ausprobieren die ich mir im Hobby Bäcker Versand bestellt habe. Also habe ich ein einfaches Dinkel-Brot geknetet und geformt, im Gärkorb aufgehen lassen, und neben der Kastenform mit gebak- ken. Zwar sollten die Brote mit leicht unterschiedlicher Temperatur ca. 1 Stunde backen, aber als ich nach 45 Minuten nachsah waren beide schon fertig.


Die sehen doch mal wieder sehr lecker aus, oder? Ich kann euch verraten, sie sehen nicht nur so aus, sie sind es auch! Die abgeschnittenen Scheiben, die man auf dem Bild sieht, hat meine Tochter gleich mit nach Hause genommen. 

Ach ja, der Backwettbewerb! Nach eingehender Prüfung, geschmacklicher Art, mussten wir einsehen dass wir beide ge- wonnen haben! ;-)

Die Woche über hatte ich Nachtschicht! Ich war schon sehr gespannt wie die mir bekommen würde! Schließlich hatte ich ja ca. 7 Monate lang keine mehr gemacht. Es klappte überraschend gut! Ich hatte weder in der Nacht noch Tags über besondere Müdigkeitsprobleme.

So richtig überraschend war es allerdings dann doch nicht! Mir geht es ja, seitdem wir in unserer Familie das Weizen- mehl verbannt haben, sowieso schon sehr gut. Ich, bzw. muss ich ja nun wir sagen, backen unser Brot, Brötchen usw. ja schon einige Zeit selbst, hauptsächlich aus Dinkelmehl, evtl. mit Roggen oder Buchweizen gemischt. 

Das bekommt uns allen sehr gut. Bei mir kommt noch dazu dass ich endlich Obst und rohes Gemüse, also Salate, ohne Probleme essen kann. Als ich noch reichlich Weizen-Produkte verzehrte war mein Magen/Darmbereich sehr emp- findlich, da bekam ich davon heftige Krämpfe. Nun kann ich mich endlich mit allen erforderlichen Vitaminen, Mineralien usw. versorgen, auch die damit verbundenen Ballaststoffe tun mir gut.

Alles in allem bin ich, von ein paar Nachwirkungen meiner Krankheit abgesehen, wie man so sagt: Fit wie ein Turn- schuh! Körperlich jedenfalls, denn psychisch wird es gerade etwas schwierig. Ich glaube nämlich schon dass mein Beruf nicht ganz unschuldig an meiner Erkrankung ist. Er hat bei mir sehr oft zu extremer Erschöpfung und Übermüdung ge- führt. In so einem Zustand ist dann auch das Immunsystem des Körpers geschwächt und Krankheiten die es normaler Weise bekämpft können sich dann ausbreiten.

So hat man es mir in der Reha erklärt. Und ich glaube das es so ist. Ich möchte also in Zukunft sehr darauf aufpassen das ich nicht mehr in solche Zustände geraten. Das wird aber schwierig, denn meine Vorgesetzten und Kollegen hätten es gerne dass ich mindestens genau so wie vor der Krankheit weiter mache, am besten noch "eine Schüppe drauf lege"! 

Da gibt es noch einige Kämpfe auszukämpfen. Morgen geht es mit Mittagsschicht weiter. Mal sehen wie es da weiter geht.

Freitag, 8. November 2013

Gestörtes Salz/Hefe-Verfahren

Gestern war mal wieder so ein Tag...... ....angefangen hatte es schon vorgestern Abend, da hatte ich nämlich diese Seite entdeckt: www.der-sauerteig.com/ Und ein wenig darin herumgestöbert. Eigentlich geht es da ja um Sauerteig, aber dann fand ich auch etwas über Hefeteig: Hefeteig

Hefe und Salz müssen möglichst auseinander gehalten werden hatte ich gelernt. Aber auch schon mal was über ein Salz/Hefe-Verfahren gelesen. Und nun eben auch hier. Geniale Backwerke sollen dabei herauskommen!

Gestern musste ich zum Werk. Es ging darum das wir einen neuen Schichtplan bekommen in den Samstag und Sonn- tag fest eingeplant sind. Zuvorkommender Weise dürfen wir zwischen zwei Versionen wählen, und zwar anonym, per Stimmzettel. Da ich zur Zeit Urlaub habe wurde ich am Dienstag Nachmittag angerufen, und mir mitgeteilt dass ich bitte bis einschließlich Donnerstag vorbei kommen möge um an der Wahl teil zu nehmen. 

Das passte mir zwar gar nicht, aber da ich mich nicht ausschließen wollte fuhr ich also gestern hin. Vorher rührte ich aber die auf der Seite angegebene Salz/Hefe-Wassermischung zusammen. Die soll ja dann eine Weile stehen, bei meiner Rückkehr konnte dann der nächste Schritt erfolgen.

Also fuhr ich zum Werk. Im "Wahlbüro" angekommen begrüßte ich meine Kollegen und verlangte den Stimmzettel für dessen Abfertigung ich extra gekommen war. Unter grölendem Gelächter wurde mir mitgeteilt das die Wahl schon vo- rüber sei und die Stimmzettel schon ausgezählt. Ich war erst mal geplättet. Dann entrutschte mir ein Verd..... Sch....., ich drehte mich um und machte mich auf den Heimweg. Eigentlich wollte ich noch ein wenig bleiben, und mit den Kol- legen und Vorgesetzten reden, aber das war mir jetzt einfach zu blöd!

Zu Hause angekommen fügte ich Mehl und Olivenöl zu meiner angesetzten Mischung und verrührte und verknetet das Ganze. Die Wut, die ich immer noch im Bauch hatte, half mir dabei sehr! Anschließend stellte ich den gekneteten Teig abgedeckt beiseite. 

Zu Mittag sollte es Pizza geben! Dazu wäre der Teig zwar geeignet, aber er sollte ja lange gehen, und es war ja auch erst mal ein Test. Also stellte ich nun noch einen Pizzateig nach bewährtem Verfahren her. Der musste allerdings auch erst mal gehen, und nachdem das passiert, und der Teig ausgerollt, belegt und in den Ofen verfrachtet worden war, schaute ich mir meinen Probeteig an. Der war tatsächlich schon hervorragend aufgegangen. Ich beschloss kurzfristig schon mal Brötchen zu formen und die dann noch weiter aufgehen zu lassen. 

Das tat ich also! Beim Formen des letzten Brötchens klingelte das Telefon. Mein Werk! Ich hatte einen Termin in der Personalabteilung, von dem ich nichts wusste da ich Urlaub hatte. Nun saßen die Herren von der Personalabteilung, Betriebsrat und Betriebsleitung da und warteten auf mich, um mit mir nun über meine Erkrankung und den weiteren betrieblichen Werdegang zu reden.

Also deckte ich meine Brötchen zu und ließ mich eilends von meiner Frau zum Werk kutschieren. So konnte ich direkt vor dem Werkstor aussteigen und hatte mir den langen Weg vom Parkplatz her gespart. Nun gab es also dieses Ge- spräch. Eigentlich war ja schon alles geregelt, aber dieses Gespräch sollte alles offiziell machen. Das wurde auch ge- tan, dauerte seine Zeit, danach ging es noch kurz durch die Stadt, und so hatten meine Testbrötchen genug Zeit sich zu entfalten.

Das hatten sie auch getan. Es waren zwar von der Teigmenge her eher kleine Brötchen, aber sie unterschieden sich kaum von der Größe die meine normalen Brötchen sonst haben. Also kamen sie nun endlich in den Ofen, vorher wurden sie noch in verschiedener Weise bestreut. Das Ergebnis sah schon mal ziemlich lecker aus.....


...und schmeckte dann auch so. Die besten Brötchen die ich je gebacken hatte, innen locker und außen knusprig.

Das Lochblech, auf dem die Brötchen gebacken wurden hat mir übrigens meine Frau spendiert und hatte bei diesem Backversuch auch erfolgreiche Premiere!

Ein total überzeugendes Backerlebnis also. Und schon gestern Abend setzte ich die nächste Salz/Hefe-Wasser- mischung an. Meine Frauen stehen auf Käsebrötchen, also sollte es dieses mal ein Blech nur mit Käsebrötchen sein. Dabei rechnete ich die Zutaten so um, dass meine normal üblichen Teigmenge je Brötchen zustande kam. Heute Morgen kam dann wieder Mehl und Öl zur Mischung, alles durfte zwei Stunden gehen und anschließend wurden die Brötchen geformt. Dieses mal völlig ohne Störung! Die Brötchen durften dann auch noch drei Stunden gehen, wurden mit Streukäse bestreut und gebacken. Hier sind sie unsere genialen, genial leckeren Käsebrötchen:


Beim nächsten Mal werde ich es aber mit Käsescheiben probieren, statt mit Streukäse. Der Streukäse blieb schlecht auf den oben runden Brötchen liegen und an den Seiten haftete er schon gar nicht. 

Das Salz/Hefe-Verfahren hat mich also wirklich überzeugt. Was ich noch vergaß zu erwähnen: Es wird dabei ja wesent- lich weniger Hefe genommen als beim normalen Verfahren, also schmeckt die Hefe auch nicht durch und/oder belastet den Magen.

Blog-Import

Wer meine Blog-Tätigkeiten schon länger verfolgt hat, weiß das ich schon verschieden Blog-Portale ausprobiert habe be- vor ich schließlich hier gelandet bin. Auch dieses Blog-Portal hatte ich schon mal ausprobiert, und parallel zu meinem damaligem Blog den Blog Mein Fotohobby geführt. 

Ich wollte ein Design das besser zu meinen Fotografien passt, wollte aber an meinen damaligen Blog nicht herum expe- rimentieren. So sind in diesem Zweit-Blog einige Beiträge mit meinen Fotografien entstanden. Allerdings fand ich das Design zwar für Bilder gut, für Texte aber eher nicht. Und als ich dann schließlich beschloss das Blog-Portal komplett zu wechseln, da mein derzeitiges immer mehr herum zickte, begann ich halt hier zu bloggen. In der Hoffnung das dieses Design einen guten Kompromiss zur Bild- und Textanzeige darstellt.

Nun hatte ich also zwei Blogs in diesem Portal. Den Blog Mein Fotohobby habe ich seit dem Umstieg nicht mehr weiter geführt. Aber da es da doch einiges zu sehen und zu lesen gibt habe ich mich heute entschlossen die Beiträge in diesen Blog zu integrieren. Davor hatte ich mich bisher, aus Angst diesen Blog zu zerschießen, gedrückt. Nun war es aber so, dass ich mir gestern um etwas anderes auszuprobieren einen Test-Blog erstellt hatte. Heute kam mir die Idee daran auch mal das Übertragen der Beiträge zu probieren. 

Und siehe da, es klappte problemlos. Im Blog Mein Fotohobby konnte ich den gesamten Blog exportieren. Dabei wurde eine xml-Datei auf meine Festplatte geschrieben. Im Test-Blog konnte ich diese Datei importieren und hatte danach alle Beiträge und Kommentare aus Mein Fotohobby darin.

Also traute ich mich nun auch die xml-Datei in diesen Blog zu importieren, und habe nun die Beiträge und Kommentare aus Mein Fotohobby auch hier. Wer möchte kann nun also, zum Beispiel über das Archiv rechts unten in der Seitenlei- ste, zu den älteren Beiträgen gehen und sie sich anschauen.

Zwischendurch hatte ich auch mal das neue Blogportal von Overblog ausprobiert, und da einige Beiträge geschrieben: Mein Hobby, das Fotografieren. Die hätte ich nun auch gerne übertragen. Ich konnte den Blog auch exportieren und bekam nun die xml-Datei per E-Mail zugeschickt. Beim Versuch diese Datei zu importieren begann zwar der Import, aber dann lief ewige Zeiten der Sanduhr-Ersatz, und als ich dann nach ca. einer Stunde abbrach war im Blog nichts passiert. Vielleicht habe ich ja mal Zeit und Lust sie manuell nachzutragen, aber dann wären leider die Kommentare verloren.

Dienstag, 5. November 2013

Tomatenbrot

Mein bestelltes Buch ist noch nicht da, aber das Sonnenbrot das ich letztens gebacken habe ist schon aufgebraucht! Natürlich gibt es da einiges an Brotrezepten mit deren Hilfe ich Nachschub backen könnte. Aber da meine Gattin ge- trocknete Tomaten eingekauft hat, habe ich doch wieder das Rezept vom Sonnenbrot genommen, und habe nur die Sonnenblumenkerne durch die klein geschnittenen getrockneten Tomaten ersetzt.

Ich habe erst überlegt ob ich sie zuerst im Wasserbad quellen lassen muss, damit sie dem Brotteig nicht zu viel Was- ser entziehen. Da es aber etwas zügig gehen musste, weil wir noch anderes vor hatten, habe ich sie einfach so in den Teig gerührt.

Ich weiß nicht ob das Brot mit aufgequollenen Tomaten noch besser geworden wäre, aber für uns ist es gut genug. Das Brot ist wie gehabt innen locker, außen knusprig, und schmeckt herrlich tomatig.

Etwas ist allerdings doch schief gegangen. Beim Sonnenbrot hatte ich noch einige Sonnenblumenkerne auf das Brot gestreut. Das sah gut aus und die gerösteten Kerne schmeckt auch gut. Genau so hatte ich es mit den klein geschnit- tenen Tomaten gemacht. Die waren dann aber beim Backen zu Kohle geworden. Machte aber nichts, da sie sich leicht ablesen ließen. Beim nächsten Mal kommen auch auf das Tomatenbrot ein paar Kerne.

Fotografiert habe ich es nicht, es sieht aus wie das Sonnenbrot ohne Kerne. Etwas höher ist es geworden, da ich eine kleinere Kastenform verwendet habe. Ich hatte eigentlich vor beim nächsten Backen die Zutaten für eine größere Teig- menge umzurechen. Aber da wir erst mal schauen wollten wie es uns mit Tomaten schmeckt, habe ich darauf ver- zichtet.

Sonntag, 3. November 2013

Mohn-Joghurt-Brötchen (Rezept Angelika Kirchmaier)

Bei meiner Suche nach Informationen über die besondere Zubereitungsart von Angelika Kirchmaier fand ich eine Website wo sie anhand von vier Rezepten beschrieben wurde. Zuerst probierte ich das Sonnenbrot aus, mit gutem Erfolg, wie  in meinem letzten Beitrag beschrieben. 

In einem Thread bei Chefkoch.de hatte ich die Zubereitungsart von Angelika Kirchmaier angesprochen. Dabei geriet eins der Rezepte in die Kritik. Nämlich die besagten Mohn-Joghurt-Brötchen. Weil statt Hefe Backpulver verwendet wird, und weil sie so gar nicht wie Brötchen aussehen. Brötchen werden normalerweise speziell geformt, gewirkt und/oder ge- schliffen. Bei diesem Rezept wird einfach ein "Klacks" des Teiges aufs Backblech gelegt. Schlampige Häufchen nennt Angelika Kirchmaier sie, die überraschend im Thread auftauchte und uns freigiebig mit Informationen zu ihrer Zubereitungsweise versorgte.

Ich war auch ein wenig skeptisch. Zwar konnte ich mir vorstellen das "so etwas" schmeckt, aber als Brötchen? Naja, es heißt ja so schön: Probieren geht über studieren. Ich musste noch Mohn und Weinsteinbackpulver besorgen, aber dann stand dem Versuch nichts mehr im Wege.Da sowieso gerade der Sonntag vor der Tür stand wurden sie als Sonntagmorgen-Brötchen eingeplant.

Ein riesengroßer Vorteil: Es geht sehr schnell! Während der Ofen aufheizt werden die Zutaten mit der Gabel zusammen gerührt und die schlampigen Häufchen aufs Backblech gelegt. Ich war mir über die Größe nicht im Klaren, also habe ich einfach mit einem normalen Suppenlöffel Portionen genommen und aufs Blech gelegt. So erhielt ich aus der Teigmenge 12 Exemplare. Nicht gerade sehr groß, aber für den ersten Versuch war ich erst mal zufrieden. Inzwischen war der Ofen soweit. Das Backblech wurde hinein geschoben, und schon nach 15 Minuten, denn unser Backofen hat ein hitziges Temperament, hatte ich meine fertigen "Brötchen".


Sie sind im Ofen noch aufgegangen und hatten nun so in etwa die Größe von Partybrötchen. Zuerst wurden sie natürlich fotografiert, aber dann kam der Test. Ich hatte vermutet das sie eher wie Kuchen schmecken und auch eine solche Kon- sistenz haben. Da wurde ich aber positiv enttäuscht.


Ein durch und durch knuspriges Geschmackserlebnis, da ich ganze Mohnkörner genommen hatte sogar im Inneren, das ansonsten ziemlich locker und "fluffig" wurde. 


Ein tolles Rezept also, die Brötchen schmecken und können sogar noch schnell gebacken werden wenn schon der berühmte kleine Hunger an die Tür klopft. ;-)


Links im Text:
Mohn-Joghurt-Brötchen ... Angelika Kirchmaier (Homepage) ... Rezept-Website ... Chefkoch.de ... Thread (Warum eigentlich kneten? ... letzter Beitrag ... Sonnenbrot

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Mein Sonnenbrot

Mein neuestes Projekt ist ein Sonnenbrot nach der Methode von Angelika Kirchmaier. Ich bin im Internet auf ihr Buch Brotbacken für Eilige aufmerksam geworden und hatte es in einem Thread, den ich bei Chefkoch.de eröffnet hatte, angesprochen: Warum eigentlich kneten?

Ich wollte gerne, bevor ich mir das Buch kaufe, etwas über die spezielle Zubereitungsmethode erfahren, die sie selbst entwickelt hat und in diesem Buch beschreibt. Überraschender Weise meldete sich die Autorin selbst zu Wort und gab ausführlich Auskunft.

Und so konnte ich gleich loslegen und kann nun das erste Ergebnis präsentieren. Mein erstes, nach der Methode von Angelika Kirchmaier gebackenes Sonnenbrot:


Und... ...es ist genau so lecker wie es aussieht. Im Inneren locker und saftig, dazu von einer herrlichen Kruste umgeben. Ein Genuss! Ich kann mir also ruhigen Gewissens ihr Buch kaufen, das Geld ist bestimmt nicht heraus geworfen.

Wer mehr darüber wissen möchte kann gerne in meinem Thread bei Chefkoch.de nachlesen: Warum eigentlich kneten?
 

Links im Text:
Sonnenbrot ... Angelika Kirchmaier (Homepage) ... Brotbacken für Eilige (Ihr Buch) ... Chefkoch.de ... Warum eigentlich kneten?

Freitag, 25. Oktober 2013

Ich kann nicht klagen...

Im Umgang von Menschen miteinander gibt es verschiedene Standard-Floskeln. Neben den Grüßen zu den verschiede- nen Tageszeiten, gehört dazu die Frage: Wie geht's? Die Standardantwort darauf ist kurz und knapp: Gut! Oder, etwas ausführlicher z. B.: Ich kann nicht klagen! 

Das soll dann heißen dass in allen Lebensbereichen alles zufrieden stellend verläuft, man also keinen Grund hat irgend etwas zu beklagen. Damit muss es aber auch gut sein, denn meistens ist die Frage eben nur eine Floskel, und der Fra- gesteller wird ziemlich verblüfft oder sogar geschockt sein wenn er als Antwort darauf eine lange Liste von Leiden und Wehwehchen vorgesetzt bekommt. 

Das ist also der eigentliche Sinn der Redewendung: Ich kann nicht klagen! Allerdings kann man diesen Satz auch an- ders auslegen, und gerade mit meinem Wiedereinstieg im Arbeitsleben, nach der langen krankheitsbedingten Auszeit, wurde diese Auslegung bei mir wieder ziemlich aktuell. 

Ich kann nicht klagen ist nämlich ein großes Problem bei mir. Ich kann es nämlich wirklich nicht. Meine Eltern haben mich nach dem Motto und in dem Sinne "Indianer kennen keinen Schmerz" oder "Jungens heulen nicht" erzogen. Und ich bin total ungeübt und unfähig darin meine Leiden an die große Glocke zu hängen.

Es gibt Leute die das sehr gut können, auch das kleinste Wehwehchen wird laut heraus getönt und mit entsprechender Mimik dramatisch unterstützt. Ein kleines Völlegefühl nach einer opulenten Mahlzeit, oder eine andere Befindlichkeits- störung, wird so beklagt dass besorgte Mitmenschen schon mal die Nummer des Notarztes hervor holen, und den ar- men Leidenden mit größter Rücksichtnahme behandeln.

Andere, und dazu gehöre leider auch ich, können das gar nicht. Selbst die größten Schmerzen lassen sie sich nicht ansehen, und versehen still vor sich hin leidend ihren normalen Dienst. Mit Rücksichtnahme können sie nicht rechnen, denn woher sollen die anderen wissen wie sehr ihr Mitmensch leidet? Und selbst wenn sie es mal gesagt bekommen haben vergessen sie es schnell, wenn sie nicht durch entsprechendes Klagen immer wieder daran erinnert werden.

Mir geht es zwar nicht wirklich schlecht, bin aber längst noch nicht so fit dass ich meinen Dienst so wie zuvor erledigen kann. Und bei bestimmten Tätigkeiten habe ich auch noch Schmerzen, in den Operationswunden, aber auch im ganzen Körper, der sich auch erst wieder an die Arbeit gewöhnen muss. Zwar wurde mir am ersten Tag Schonung zugesichert, aber so etwas ist im hektischen Arbeitsalltag schnell vergessen, wenn man eben nicht immer wieder daran erinnert.

Und so etwas kann man eben, oder man kann es nicht. Es muss fest in der Natur des Menschen verankert sein damit man es wirkungsvoll und ausdauernd betreiben kann. Bei mir ist da nichts verankert. Ich versuche es zwar ab und zu, aber ich muss selbst einsehen dass das ziemlich stümperhaft "rüber kommt"! Meine Stimme klingt dabei eher unsicher als wehleidig, von der entsprechenden Mimik erst gar nicht zu sprechen. Es ist einfach so: Ich kann  nicht klagen!

Und so muss ich eben damit leben dass ich immer weiter in den normalen Arbeitsalltag hinein rutsche, das ich ganz selbstverständlich auch Arbeiten zugewiesen bekomme, die mir noch sehr schwer fallen. Und die ich dann halt irgend- wie doch ausführe. Bis ich dann wirklich nicht mehr kann. Und mich dann, zum Erstaunen meiner Kollegen und Vorge- setzten vorübergehend aus dem Arbeitsleben ausklinken muss. So wie gerade jetzt.

Nun kommt aber zu dem Dilemma noch hinzu, dass es so einem  Ausstieg an Glaubwürdigkeit mangelt. Wenn jemand der zuvor heftig geklagt und gejammert hat plötzlich nicht mehr kommt ist das ganz normal. Jeder hat schon damit ge- rechnet. Aber wenn plötzlich jemand fehlt der bis zur letzten Arbeitsminute keinen leidenden Ton von sich gegeben hat, gibt das schon Anlass zum Nachdenken, zum Diskutieren und zu Verdächtigungen. 

Es ist schon schlimm wenn man es nicht kann, das Klagen! Es nachträglich zu lernen ist sehr schwer, denn man muss dabei gegen die eigene Persönlichkeit ankämpfen. Aber da es vieles leichter macht sollte man es wenigstens versu- chen. Ich übe gerade jeden Schmerz der mich heimsucht mit einem entsprechenden Geräusch (Stöhnen, ein kurzer Schrei) zu begleiten. Wenn ich darin erst gut bin wird die entsprechende Mimik mit Hilfe eines Taschenspiegels geübt. Ich werde jedenfalls nicht aufgeben, und irgendwann werde ich meine Leiden genau wie z. B. einige meiner Arbeits- kollegen für alle erkenntlich wirkungsvoll publizieren können.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Zeitspar-Backversuche

So lange nichts und dann gleich zwei Beiträge an einem Tag? Naja, es gab ja einiges nachzuholen und ich wollte halt nicht so viele Themen in einen Beitrag packen. Deshalb habe ich dieses Thema mal abgegrenzt.

Es war nämlich so, als ich nach meiner langen Auszeit wieder anfing zu arbeiten wurde es etwas schwierig mit dem Backen. Mit all dem rühren, kneten, gehen lassen usw. dauert das Backen von Brot und Brötchen doch ziemlich lange. Wenn ich direkt nach der Arbeit damit anfing, war es schon fast wieder Zeit ins Bett zu gehen wenn ich das fertige Pro- dukt endlich vor mir liegen hatte. Irgend etwas "außerhäusiges" zu unternehmen war auch nicht drin.

Deshalb suchte ich nach Zeitsparenden Rezepten und Verfahren. Zeitsparend in dem Sinne und idealer Weise so, dass ich z. B. den Teig an einem Tage fertig mache und am nächsten Tag dann direkt in den Ofen schieben kann. Oder, z. B. fürs Wochenende, am Abend das Brot/die Brötchen fertig machen und am nächsten Morgen direkt in den Ofen schie- ben.

Theoretisch müsste das ja mit allen Rezepten gehen, indem man wenig Hefe nimmt, den Teig kühl, vielleicht sogar in den Kühlschrank, stellt. Aber irgendwelche Richtwerte dazu konnte ich nicht finden, deshalb wollte ich mich erst mal an Erprobtes halten. 

Zuerst probierte ich dieses Rezept: Brötchen backen: Herrlich knusprig

Die Brötchen die daraus entstehen sind sehr lecker und sehen auch fast schon "Bäckermässig" aus. Aber leider hatte ich übersehen dass sie dann nach dem Formen doch noch zwei Stunden gehen müssen. Immerhin genug Zeit um zwi- schendurch etwas zu unternehmen, und wenn es mal etwas länger wird ist das bestimmt auch nicht schlimm.

Ich hatte gelesen dass Hefeteigerzeugnisse wesentlich besser werden und schmecken wenn sie mit wenig Hefe bei langen Gehzeit gemacht werden. Diese Brötchen bestätigen das. Die Herstellung über einige Stunden, die mir schon zu lange vorkommt, ist eigentlich ein beschleunigtes "Brachialverfahren" bei dem man mit viel Hefe und Wärme das Brot/die Brötchen fertig quält. Weshalb die Erzeugnisse dann oft zu stark nach Hefe schmecken und auch riechen.

Leider habe ich vergessen diese Brötchen zu fotografieren, aber sie sehen halt aus wie Brötchen, vielleicht habt ihr ja schon mal welche gesehen! ;-)

Zum zweiten Versuch gab mir meine Frau einen Tipp. Sie liest in einem Forum in dem es einen Thread zum Brot backen gibt. Da hatte sie gelesen dass der Teig auch über Nacht gehen muss. Bei näherer Betrachtung zeigte es sich dass es da um das No Knead Bread geht, das ein Bäcker aus New York erfunden haben soll. Das Brot wird im Backofen in einem hitzefestem Topf gebacken, zuerst mit Deckel dann eine Weile ohne. 

No knead heißt: nicht kneten. Die Bestandteile werden mit der Hand oder einem Löffel zusammen gerührt und müssen dann mindestens 12 Stunden gehen. Dann wird der Teig gefaltet, was ein bißchen schwierig ist, da er ziemlich klebrig ist. Dann muss allerdings auch dieser Teig wieder zwei Stunden gehen, bevor er in den aufgeheizten Topf kommt. Das Ergebnis ist tatsächlich sensationell, das Brot hat eine herrliche Kruste und ist innen locker und saftig.

Meinen ersten Versuch habe ich nach diesem Rezept samt Anleitung gestartet: No knead Bread - besser spät als nie. Allerdings habe ich mutiger Weise gleich einige Körner in den Teig gemischt.

Im Text findet man auch eine Link für ein Video in dem der Erfinder sein Verfahren beschreibt. Zwar auf englisch, aber wer das nicht versteht kann schon mal vom Zuschauen einiges lernen. In den Kommentaren zu diesem Artikel habe ich beschrieben wie ich mit dem klebrigen Falten besser klar kam. Zur Zeit steht dieser Kommentar noch ganz unten.

Zu diesem Brot kann ich noch Bilder anbieten, allerdings ist nur noch das halbe Brot da, denn es schmeckt einfach zu gut! ;-)



Das No knead Brot befindet sich jeweils links. Das andere Brot ist ein Bananenbrot, das allerdings noch konventionell, also nicht über Nacht gemacht wurde. Da es aber sehr lecker ist wollte ich es euch nicht vorenthalten. Es ist eher so eine Mischung zwischen Brot und Kuchen, wird auch nicht mit Hefe sondern Backpulver gebacken. Eher was für süßen Brotbelag, oder auch ganz ohne, mit etwas Butter oder Margarine. Aber wie gesagt: Sehr lecker! Das Rezept dazu gibt es hier: Bananenbrot

Heute Morgen zum Frühstück gab es aber nichts davon. Es gab leckere, frisch gebackenen, Körnerbrötchen. Ich hatte nämlich schon wieder etwas ausprobiert, nämlich dieses Rezept: ganz frühe Frühstücksbrötchen für Morgenmuffel ...

Der Teig wird abends fertig gemacht, geknetet, und gleich ohne Gehzeit zu Brötchen geformt. Diese, noch sehr kleinen Brötchen, werden in eine mit Backpapier ausgelegte und verschiedenen Körner ausgestreute Springform gelegt und von oben noch mal mit Körnern bestreut. Dann soll diese Springform soll über Nacht in den Kühlschrank gestellt und am nächsten Morgen direkt in den Backofen geschoben werden. Da wir unseren Zweit-Kühlschrank gerade unserer Tochter geliehen haben, musste ich die Springform allerdings statt in den Kühlschrank in unser kühlstes Zimmer stellen. Der Erfolg war trotzdem sensationell.

Zwar waren die Brötchen beim Aufgehen ziemlich in einander gelaufen, aber trotzdem herrlich locker mit einer schönen Kruste. Dazu die gerösteten Körner.... ....Spitze. Die wird es bei uns jetzt definitiv öfter geben, bestimmt schon mal an den Wochenenden. Eine wenig Aufwand am Abend, noch weniger Aufwand am darauf folgenden Morgen und: leckere Brötchen. Fast hätte ich wieder vergessen zu fotografieren, aber gerade noch rechtzeitig daran gedacht:


Das wäre es für heute erst mal zum Thema backen. Ich hoffe ihr habt auch etwas zum Thema Backen über Nacht und zeitsparendes Backen beizutragen, ich würde mich freuen.



Rezept-Links im Text:
Brötchen backen: Herrlich knusprig ... No knead Bread - besser spät als nie ... Bananenbrot ... ganz frühe Frühstücksbrötchen für Morgenmuffel ...

Herbstliches usw.!


Es ist nicht weg zu leugnen, die Natur fängt an sich in ihr herbstliches Kleid zu hüllen. Zwar ist noch vieles Grün, aber an allen Ecken und Enden schauen schon Brauntöne hervor.

Dieses Jahr, das für mich zum Schicksalsjahr wurde, neigt sich also dem Ende entgegen. Mal sehen wann es nun Win- ter wird, und wie dieser Winter wird. Die Obstbäume hingen übervoll von Früchten, und von den Bäume des Waldes auf der anderen Straßenseite weht uns der Wind  reichlich Samen in den Vorgarten.

Meine Mutter meint dass das, nach den Bauernregeln, die Vorzeichen für einen harten Winter sind. Mal sehen ob sich die durcheinander gebrachte Natur noch an diese Regeln hält.


Irgend etwas ist jedenfalls anders, denn solche Pilze habe ich noch nie auf unserer Wiese gesehen, und schon gar nicht solch große. Was für welche das sind kann ich leider nicht sagen, vielleicht schaut ja Joachim mal hier vorbei, der weiß das bestimmt!


Meine erste Arbeitswoche liegt also nun schon ein paar Tage hinter mir. Gleich Frühschicht, meine "Lieblingsschicht"! Lieblingsschicht in Anführungszeichen weil ich sie immer als ganz besonders anstrengend empfinde. Um vier Uhr früh aufzustehen, nach der Sommerzeitumstellung laut innerer Uhr um drei Uhr, so früh dann auch noch richtig zu arbeiten, fällt schon schwer. 

Wobei die ersten 90 Minuten noch die ruhigsten sind. Denn danach trudelt so langsam das Führungspersonal ein und die Hektik beginnt. Dann gibt es neben der normalen Arbeit Besprechungen, Sonderaufgaben werden verteilt, das Füh- rungspersonal der Betriebe die wir betreuen meldet sich und hat allerlei Wünsche und Beschwerden, usw., usw.! 

Es prasselt also von allen Seiten auf uns, die paar Leute die letztendlich das Werkzeug in die Hand nehmen, ein und schon nach kurzer Zeit stellt sich in unseren Köpfen das Chaos ein. In den Zeiten wo wir Arbeiter unter uns sind, also früh morgens, spät nachmittags oder nachts müssen wir einfach "nur" arbeiten, das ist dann schon Erholung für uns.

Am Montag morgen stand ich zuerst ein wenig Orientierungslos in der Gegend herum. Ich hatte mich durch meine Krankheit und allem was dazu gehörte meiner Arbeit total entfremdet und musste mich erst mal wieder daran gewöhnen Reparaturelektriker zu seine und dem entsprechende Gedanken zu denken. Mein Vorarbeiter wusste auch zuerst nicht wie er mich zu behandeln und einzusetzen hätte, und so hatte ich zuerst mal nichts zu tun. 

Als der Betriebsleiter dann kam wurde ich zu einem Gespräch mit ihm in sein Büro beordert. Da wurde nach meinen Befinden gefragt, ich erhielt die Anweisung mich zu schonen, die schweren Arbeiten meinen jüngeren Kollegen zu überlassen und die Zusicherung dass alle auf mich Rücksicht nehmen würden. Dann durfte ich das Büro verlassen und nun begann wirklich der Arbeitsalltag.

Und zwar damit das der Vorarbeiter mir mitteilte dass ich dringend am Samstag und Sonntag durcharbeiten müsse. Soviel also zur Schonung. Ich war dermaßen überrascht, dass ich meine normale Höflichkeit vergessen, und für meine Ablehnung ziemlich drastische Worte verwendet habe. 

Die ersten zwei Tage waren noch zu schaffen. Dann spielte sich so langsam alles ein. Da ich noch immer nicht Fahrrad fahren kann, musste ich weite Wege zu Fuß zurücklegen. Eigentlich macht mir das Laufen ja nichts aus, aber in den unbequemen und schweren Arbeitsschuhen ist das schon etwas anderes als wenn ich in Freizeitschuhen durch den Wald laufe. So fiel mir das Laufen immer schwerer, und von den Füßen angefangen über die Knie bis zu den Hüftgelen- ken und schließlich der gesamte Körper tat mir alles weh. Und wenn dann endlich Feierabend war, war zu Hause eigentlich nur noch die Couch und ausruhen angesagt.

Aber irgendwann war es dann doch geschafft, Freitag Nachmittag, endlich Wochenende! Zuhause hatte ich noch ein Brot gebacken, war damit fertig und räumte noch ein wenig auf. Da gingen plötzlich bei mir, wie man so sagt "die Lichter aus"! Mir wurde plötzlich schwach und schwindelig und mit Mühe und Not erreichte ich noch die Couch, wo ich dann erst mal blieb.

Meine Hoffnung, das ich mich übers Wochenende erholen würde, erfüllte sich leider kaum, und so musste ich am Mon- tag doch ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Und so bin ich jetzt schon wieder, für eine Woche erst mal, "im Kranken- stand"! Was ich genau habe ist nicht so wirklich klar. Überanstrengung wahrscheinlich, aber irgendwie fühle ich mich auch so als ob mich ein Virus erwischt hat. Wahrscheinlich also ein Mix aus Verschiedenem. Inzwischen geht es aber schon wieder so halbwegs. Gute Pflege und Naturheilmittel gegen virale Erkrankungen beginnen zu wirken und ich denke mal das ich zum Beginn der nächsten Woche wieder so ziemlich im Normalzustand bin.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Stressige Zeiten... ...gehen auch mal vorbei!

So, endlich mal wieder Zeit für's Bloggen. In Tochters neuer Wohnung ist soweit alles fertig. Heute habe ich noch eine Wohnzimmerlampe montiert. Ein paar Vorhangstangen warten noch auf die Montage, aber das kommt jetzt so nach und nach. In nächster Zeit auch noch je eine Lampe für die Küche und das Esszimmer und vielleicht noch das eine oder andere Kleinmöbel. Aber dafür muss erst mal das Sparschwein wieder heran gefüttert werden.
 
Eigentlich wollte ich ja nach meiner OP und anschließender Wundheilungszeit erst mal ganz vorsichtig wieder mit grö- ßerer Belastung anfangen. Deshalb war ich auch sehr froh das sie alle ihre Freunde, Bekannten und Arbeitskollegen beim Renovieren und Zusammenbau der Möbel helfen wollten. Von all denen packte dann aber nur eine junge Dame mit an. Alle anderen kamen zwar, schauten aber nur, plauderten, tranken Kaffee, aßen was gerade da hatten und verschwanden dann wieder.
 
Alle Wände und Decken sind mit Raufaser tapeziert und mussten gestrichen werden. In der Küche musste an zwei Wänden die Rauhfaser abgerissen und neu tapeziert werden. Beim Streichen der Räume und abreißen der Rauhfaser in der Küche packte die junge Dame wirklich tatkräftig mit an. Dann hatte sie aber auch keine Zeit mehr. Und so stand unsere Tochter einsam und alleine auf ihrer Baustelle.
 
Es half also nichts, der Vater musste ran! Zuerst mal die Küche tapezieren. Gestrichen wurde sie dann von Mutter und Tochter. Der Vater hatte nämlich genug mit den diversen Möbeln zu tun die zusammen gebaut werden mussten. Zuerst der Schlafzimmerschrank, dann eine Schrankwand fürs Wohnzimmer, eine Essecke, Sideboard und Vitrinenschrank fürs Esszimmer. Dazu noch Lampen montieren, ein Verdunklungsrollo im Schlafzimmer usw.!
 
Mutter und Tochter halfen zwar wo sie konnten, aber für die meisten Dinge hatte eben nur ich die Erfahrung und das handwerkliche Können. Außerdem gab es ja noch genug anderes zu tun. Putzen, ein und umräumen, Essen kochen usw.
 
Schließlich musste, trotz der neuen Möbel, auch noch ein Umzug stattfinden. Ihr Bett musste auseinander genommen, transportiert und wieder zusammen gebaut werden. Auch ein paar andere Möbel, sowie ihre Kleidung und sonstiger Be- sitz mussten umziehen. Es gab also genug zu tun, und so haben wir nun fast zwei Wochen nur gearbeitet, geschlafen, weitergearbeitet.... ....usw!
 
Aber, wie geschrieben, das Licht am Ende des Tunnels ist in Sicht. Muss ja auch, denn am Montag geht für mich der Berufsalltag wieder los. 
 
Eine Sofaecke, sowie die Küchenzeile werden demnächst noch geliefert. Das dauert noch einige Wochen. Damit unsere Tochter aber schon in ihrer Wohnung leben kann, haben wir unseren Tapeziertisch als provisorische Arbeitsplatte in die Küche gestellt. Darauf steht eine Induktionskochplatte, Kaffeemaschine und was man noch so an elektrischen Geräten braucht. 
 
Unsere Tochter ist also nun in ihre erste eigene Wohnung eingezogen. Allerdings nicht nur sie, da würde sie sich zu einsam fühlen. Die Mutter ihrer Schulfreundin züchtet Katzen und hat ihr den ca. vier Monate alten Kater Rocky "spen- diert"! Am Anfang war er noch etwas scheu. Aber mittlerweile ist er schon ein kleiner Rowdy. Während unsere Tochter auf der Arbeit ist schauen wir ab und zu nach ihm.
 
Meine Frau kann ihn wegen einer Allergie nicht anfassen, aber Gott sei Dank habe ich solche Probleme nicht und so kann ich ihn ordentlich "durchknuddeln". Am liebsten legt er sich auf den Rücken und lässt sich den Bauch, und beson- ders unter dem Kinn kraulen. Das artet dann schon mal in einen kleine Ringkampf aus, er  umklammert meinen Arm und wälzt sich herum als wolle er mich per Judogriff umwerfen.
 
Zum Spazieren gehen und Fotografieren bin ich nicht gekommen währen dieser Zeit. Aber wenigstens zum Fotografieren komme ich jetzt wieder, und somit kann ich euch hier den Kater Rocky vorstellen:




Den Namen hat unsere Tochter schon gewählt bevor sie ihn"persönlich" kannte. Aber er passt, denn wenn er mit seinem Spielzeug durch die Wohnung tobt ist er schon ein kleiner Rocker.

Samstag, 21. September 2013

Alles Käse

Gestern schon wurde ich gefragt ob ich Lust hätte für heute Pizzateig zu machen. Welche Frage, dazu habe ich doch immer Lust! Obwohl ich ja eigentlich etwas anderes vorhatte. Ich wollte Käsebrötchen backen. Das passende Rezept hatte ich schon gefunden: Käsebrötchen

In den Kommentaren schreibt ein(e) gewisse(r) Katpie dass schichtweises Einarbeiten von Käse und Butter die Brötchen noch viel besser machen soll. Wie das genau gemacht wird kommt dabei aber nicht rüber, und wird den den folgenden Kommentaren immer wieder nachgefragt. Wirklich beantwortet wird es nicht, aber einige Kommentatoren beschreiben wie sie es gemacht haben.

Zuerst wurde aber erst mal wieder ein Pizzateig nach meinem Lieblingsrezept "angefertigt": Pizzateig Uns reicht aller- dings der im Rezept angegebene halbe Teelöffel Salz nicht, es muss schon ein ganzer sein. 

Meine Zuständigkeit endet dabei wenn der Teig fertig ausgewalzt auf dem Backblech liegt, das Belegen übernimmt mei- ne Frau. Den Ofen aufheizen und das Blech einschieben, wenn es soweit ist, macht dann wer gerade in Ofennähe ist. Die Probe mit dem Schaschlickstäbchen machen wir meist gemeinsam.  

Die Käsebrötchen waren aber nur mein Projekt! Als also die Pizza im Backofen vor sich hin backte begab ich mich ans Werk. Zuerst habe ich ganz normal den Teig zusammen gemischt und geknetet. 50 Gramm des Käses habe ich dabei mit eingearbeitet. Danach stellte ich den Teig erst mal zugedeckt für 30 Minuten in die wärmste Zimmerecke. Genug Zeit dazu sich den Bauch mit der inzwischen fertigen Pizza vollzustopfen! ;-)

Nach dem Pizza-Essen waren die 30 Minuten um. Also knetete ich nun den gut gegangenen Teig noch mal ordentlich durch. Dann kam das mit den Schichten. Ich rollte den Teig mit dem Teigausroller aus, ungefähr auf die Größe einer normalen Pizza. Dann bestrich ich ihn dünn (sehr dünn) mit Butter, bestreute ihn mit einem Teil des übrigen Streukäses und klappte ihn einmal um, also die rechte Seite auf die linke. Danach rollte ich ihn wieder auf die ursprüngliche Dicke aus, bestrich ihn wieder mit Butter, bestreute ihn wieder mit Käse und klappte ihn wieder zusammen. Das machte ich solange bis der Käse alle war. 

Das fertige Produkt knetet ich dann wieder vorsichtig zu einer Kugel, was gar nicht so einfach war. Es war ein etwas merkwürdiger Teig, etwas" flutschig" durch die Butter und dabei doch krümelig durch den grob geriebenen Käse.

Das zerteilen dieser Kugel in Brötchenportionen war auch nicht gerade leicht, da es dieses mal kein kompakter Teig, sondern eher eine Mischung aus Teig und Käsekrümeln war. Das Formen der Brötchen, wie es zum Beispiel in diesem Video: Das Formen von Brötchen, oder dieser Anleitung: Brötchen formen beschrieben wird, war nicht ganz so einfach. Zum Schluss soll ja das Brötchen von einer Haut umspannt sein, und alle Käsekrümel sich im Inneren befinden. Da hatte ich schon zu tun. Aber zu guter Letzt lagen 10 fast perfekt geformte Brötchen-Teiglinge auf dem Backblech. Die kamen noch mal für 30 Minuten zugedeckt in die warme Zimmerecke.

Da hatten sie sich auch recht gut vergrößert. Eigentlich sollte ich sie ja jetzt mit dem Rest des Streukäses bekrümeln. Inzwischen hatte ich aber festgestellt das wir fettarmen Käse gekauft hatten. Und dem traute ich keine gute Schmelz- fähigkeit zu. Deshalb nahm ich zum Belegen Käsescheiben, die wir zufällig im Kühlschrank hatten.

Alles zusammen kam nun in den auf 200 °C vorgeheizten Backofen. 20 Minuten Backzeit waren angegeben, nach 15 Minuten schauten wir aber schon mal nach. Der Käse war gut geschmolzen und auch dem Test mit dem Schaschlick- spieß war unserer Meinung nach Positiv. Vorsichtshalber ließen wir sie aber noch 5 Minuten im ausgeschalteten Back- ofen nach backen. Dann kamen sie aber heraus, und zum Abkühlen auf den Küchentisch.

Der Geschmackstest muß allerdings noch warten, da wir alle den Bauch noch voller Pizza haben. Ein Bild kann ich aber schon mal zeigen:


Aber ich bin mir sicher dass sie sehr gut schmecken. Morgen, nach dem Frühstück kann ich mehr dazu sagen. Beim nächsten Mal werde ich fetteren Käse verwenden, und evtl. auch Röstzwiebeln und /oder Speckwürfel mit in den Teig einarbeiten. Naja, nicht gerade sehr Kalorien-arm das Ganze, aber wenn es schmeckt.......! ;-)

Nachtrag vom 22.09.13: Die Brötchen sind sehr lecker, aber keiner von uns hat mehr als eins zum Frühstück geschafft.


Rezept-Links im Text: Käsebrötchen ... Pizzateig ... Das Formen von Brötchen ... Brötchen formen

Donnerstag, 19. September 2013

Ist Heißluft nur heiße Luft?

Vor einigen Jahren haben wir uns einen neuen Küchenherd gekauft. Meine Frau hatte sich schon lange ein Ceranfeld ge- wünscht, und für den Backofen war das neueste eben Heißluft. Das musste auch dabei sein. 

Was neu ist ist auch besser, hatten wir gedacht! Heißluft wurde überall gelobt und beworben und nun hatten wir halt ei- nen Backofen mit Heißluft. Also machten wir nun im Backofen alles mit Heißluft. In manchen Rezepten standen die Werte für Ober/Unterhitze und Heißluft für andere rechneten wir die Werte eben um. 

Ganz so oft benutzen wir den Backofen auch nicht. Für Feste wird schon mal gebacken, ab und zu mal Aufläufe, häufi- ger Pommes Frites. Alles mit Heißluft!

Als ich aber nun nach meiner Operation beschloss mir während der langen Genesungszeit die Zeit mit Backen zu ver- treiben wurde der Backofen zum alltäglichen Gebrauchsgegenstand. Ich backe nun, mit überraschendem Erfolg, unse- ren ganzen Bedarf an Brot und Brötchen. Am Wochenende, und wenn ich etwas ausprobieren möchte auch mal werk- tags, gibt es Kuchen oder Muffins. Alles mit Heißluft!

Gründlich, wie es nun mal meine Natur ist, backe ich aber nicht nur fleißig, sondern suche auch immer nach Informati- onen, im Internet, in Büchern und durch Tipps von erfahrenen Mitmenschen. Und da fand ich auch immer wieder Hinwei- se dass Heißluft für dieses oder jenes nicht geeignet wäre. Für Brot und Brötchen sowieso nicht, für Kuchen auch nicht usw.! 

Zuerst beachtete ich das nicht, weil es oft ziemlich besserwisserisch herüber kam und auch nicht begründet wurde. Als ich dann aber mehrmals las das Heißluft das Backgut austrocknet kam ich aber doch ins grübeln. Mir war schon aufge- fallen dass die Kruste meiner Brötchen nicht besonders knusprig, sondern eher mehlig trocken war. 

Also probiere ich es nun seit einigen Tagen aus. Und tatsächlich die Brötchen bekommen durch das Backen mit Ober/ Unterhitze eine knusprige Kruste und werden im Inneren schön weich. Genau so das Brot das ich heute gebacken habe. Die Kruste ist himmlisch knusprig, das Innere perfekt weich. Auch die Muffins und der Kuchen den ich zum Geburtstag meiner Tochter mit Ober/Unterhitze gebacken habe sind einfach ein Gedicht.

Die Kuchen und Muffins die ich bisher gebacken hatte hatten auch, so wie Brot und Brötchen, eine mehlig trockene Oberfläche. Die schmeckte auch nicht schlecht, und hatte uns nicht gestört, ist aber kein Vergleich zu der Oberfläche die durch Ober/Unterhitze zustande kommt. So im Nachhinein würden wir sogar sagen dass das Innere der Backwaren die mit Heißluft gebacken wurden etwas trockener ist.

Ich bin also sehr zufrieden mit meinem Ober/Unterhitze-Experiment und werde das so beibehalten. Jetzt habe ich mir auch endlich mal das Handbuch unseres Herdes durchgelesen, wo die verschieden Back-Modi beschrieben sind. Zu jeder Position des Wahlrades gibt es eine ausführliche Beschreibung. Bei Heißluft steht nur dass sie zum Backen auf mehreren Ebenen geeignet ist.

Wir fühlen uns also im Punkte Heißluft am Ende eines Irrweges angekommen. Und nicht nur beim Backen! Mir fiel gleich mein Pommes Frites-Problem ein. Wenn ich nämlich welche aus dem Backofen esse habe ich anschließend ziemliche Schmerzen am Zahnfleisch. Die werden nämlich immer ziemlich hart, reiben am Zahnfleisch und keilen sich zwischen die Zähne. 

Ich ordnete also für den nächsten Tag zum Mittagessen Pommes frites an. Dieses Mal mit Ober/Unterhitze! Und es geschah ein Wunder! Die Pommes wurden außen knusprig und innen schön weich. Ich aß eine Riesenportion davon, ohne den leisesten Schmerz am Zahnfleisch. Nichts keilte sich zwischen die Zähne. Einfach ein Genuss. Auch meine Frau und Tochter waren begeistert. Und nun fallen uns auch z. B. Aufläufe ein, bei denen die oberste Schicht hart und trocken war. Auch die werden demnächst mit Ober/Unterhitze ausprobiert. Wir freuen uns schon darauf.

Ja, ein schöneres Leben, dank Ober/Unterhitze liegt vor uns! ;-) Mit was backt ihr denn so?

Mittwoch, 18. September 2013

Bäckermeister Hans

Ja, es ist schon wieder ein paar Tage her dass ich mich hier gemeldet habe. Das liegt zu einem großen Teil an meinem neuen Hobby dem Backen. Inzwischen bin ich gar nicht mehr so sicher das ich damit eine gute Wahl getroffen habe, denn es artet schon mal ein wenig in Arbeit aus! ;-)

Bisher macht es mir aber immer noch Spaß, und ich bin immer wieder begeistert das man das was ich so backe nicht nur essen kann, sondern das es auch immer ganz besonders lecker ist. Ich hätte da mit einigem Ausschuss gerechnet, aber das einzige was man vielleicht als kleinen Misserfolg werten kann war ein Brot mit Kräutern. Ich hatte, wie im Re- zept angegeben, 3 Esslöffel getrocknete Kräuter genommen. Das war zu heftig. Danach habe ich es noch einmal gebak- ken, mit einem Esslöffel Kräutern, habe aber statt drei 5 Esslöffel Röstzwiebeln genommen. So schmeckte es herrlich.

Als wir mal nach einem Renovierungs-Nachmittag bei der Tochter Abends zum Essen in der Pizzeria waren, hatte meine Frau, allerdings erst beim Bezahlen, die Idee Kräuterbutter mit zu nehmen. Auf die dazugehörigen Pizzabrötchen wollte sie aber nicht mehr warten. So habe ich mir also ein Rezept heraus gesucht und noch Pizzabrötchen gebacken. Die waren zwar lecker und sind auch so gut gelungen, aber die zwei Teelöffel Salz die im Rezept angegeben wurden sind für uns etwas zu viel. Einer hätte auch gereicht.


Die drei Römerbrötchen die vor den Pizzabrötchen liegen hatte ich ein paar Tage vorher gebacken. Die werden werden aus Roggen- und Weizenmehl gemacht, wobei bei mir Weizenmehl automatisch durch Dinkelmehl ersetzt wird. Die waren auch sehr lecker, aber beim nächsten Mal werde ich sie nicht mehr mit Eigelb bestreichen.

Zwischendurch habe ich immer wieder Brötchen gebacken, auch Muffins waren gefragt. Irgendwie möchte niemand mehr gekauftes Brot, Brötchen oder auch Kuchen essen, und wenn die Vorräte zu Ende gehen werde ich schon daraufhin angeschaut.

Gestern hatte unsere Tochter Geburtstag, und ratet mal wer da backen musste!?  Naja, immerhin hat mich meine Frau dabei unterstützt, denn da war es wirklich schon Arbeit. Für die Arbeitskollegen gab es eine Platte Vanille-Dinkel-Muffins. Dazu den Dinkel-Apfel-Kuchen, der mir damals beim herausnehmen aus der Form zerbrochen war. Aus diesem Grund habe ich dieses mal eine Springform genommen. Zusätzlich habe ich in den Teig noch einen Rest Walnüsse klein gewalzt und in den Teig gemischt. Normaler Weise kann ich das nicht machen, da meine Frau eine Nuss-Allergie hat, aber er war ja dieses Mal für die Arbeitskollegen.

Die Springform war ziemlich groß und hatte auch kein Loch in der Mitte. So erschien uns, als wir den Teig eingefüllt hatten, das Ganze etwas flach. Meine Frau kam auf die Idee das ganze noch mit Apfelscheiben zu belegen und ich bekam den Auftrag noch rasch ein paar Streusel herzustellen. Zum Schluss kamen noch ein paar gehackte Mandeln darüber. Ein Superkuchen, den wir nur mit einer Träne im Augenwinkel zur Arbeitsstelle meiner Tochter entschwinden sahen. Aber Gott sei Dank kam noch etwas zurück und so konnte ich doch noch probieren. Und: Noch leckerer als ich gedacht hatte.

Nachmittags gab es noch eine Feier für die Freunde meiner Tochter in ihrer neuen Wohnung. Dafür gab es dann eben- falls Muffins und eine Blechkuchen der teilweise mit Apfeln und Pflaumen belegt war, ein Rezept aus dem privaten Rezeptbuch meiner Frau (streng geheim also! ;-) )

Leider habe ich ganz das Fotografieren vergessen, zumindest den Superkuchen für die Arbeitskollegen hätte ich euch gerne gezeigt.

Heute habe ich das Fotografieren aber nicht vergessen. Vergessen hatte ich dafür etwas anderes. Heute wollte ich nämlich etwas besonderes ausprobieren. Ein Dinkel-Buchweizen-Brot nämlich das nicht geknetet werden, und auch nicht gehen muss. Die Zutaten werden einfach vermengt, dann kommt das Ganze in den kalten Backofen und kann nach der angegeben Zeit fertig heraus geholt werden. Wenn das dann auch noch schmeckt, wäre es ja eine ziemlich einfache Art zu einem leckeren Brot zu kommen.

Ich habe also alles gut vermischt, und den Teig in zwei kleinere (25 cm) Kastenformen gefüllt. Leider habe ich dann aber gewohnheitsmäßig schon mal den Backofen vorgeheizt.  Erst als ich die Kastenformen in den Ofen schieben wollte fiel mir auf das etwas nicht stimmt. Also, was nun, was tun? Die Kastenformen geschnappt und runter zur Mutter: Mutter ich brauch mal deinen Backofen!

Ca. 60 Minuten sollte es dauern, ich schaute schon mal nach 50 Minuten. Und siehe da, die Brote waren perfekt:


Etwas flach sind sie geworden in den 25 cm Kastenformen. Fürs nächste Mal werde ich mir zwei 20 cm Kastenformen kaufen, oder unsere 30 cm Kastenform nehmen und nur ein Brot machen.Aber lecker sind sie! Innen locker und außen eine herrlich knusprige Kruste.

Wobei die knusprige Kruste wahrscheinlich einen besonderen Grund hat! Ich bin nämlich seit ein paar Tagen dazu über- gegangen statt Umluft Ober/Unterhitze zu verwenden. Ich hatte mir da keine großen Gedanken zu gemacht, Umluft ist ja was Neueres in der Küche und somit eben moderner und besser. Dachte ich! Aber dann las ich doch schon mal das ei- nige Leute da nicht von überzeugt sind. Erst nahm ich das gar nicht so wahr, aber als dann noch etwas davon stand das Heißluft das Backgut austrocknet wurde ich doch wach.

Mir war nämlich schon aufgefallen das die Kruste meiner Backwaren meist nicht so knusprig, sondern mehr mehlig trocken war. Das schmeckte ja auch, aber irgendwie fehlte der knusprige Biss. Also probierte ich es aus und tatsächlich bin nun nicht nur ich, sondern auch meine Familie, der Ansicht das die Backwaren mit Ober/Unterhitze noch besser werden und auch schmecken.

Das war also eine kleine Übersicht über meine Backerfahrungen und Erlebnisse der letzten Tage. Obwohl ich immer noch gerne backe, und auch das selbst gebackene esse, möchte ich nun doch versuchen mehr an die frische Luft zu kommen. Es gibt einiges im Garten zu tun, und jetzt darf ich ja. Und spazieren gehen und fotografieren soll ja auch nicht zu kurz kommen. Mal sehen ob es klappt.


Rezept-Links im Text:
Brot mit Kräutern ... Pizzabrötchen ... Römerbrötchen ... Vanille-Dinkel-Muffins ... Dinkel-Apfel-Kuchen ... Dinkel-Buchweizen-Brot

Samstag, 14. September 2013

Der Herbst schleicht sich an

Gestern war es mal wieder Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang. Ich weiß gar nicht mehr wann ich das letzte Mal unterwegs war, aber lange her kann es nicht gewesen sein. Deshalb staunte ich auch als ich sah, dass ein Weg, der beim letzten Mal noch völlig frei war, nun schon von abgefallenen Blättern bedeckt war. 


Herbst also mal wieder. Jedes Jahr das gleiche Theater! Naja, es lässt sich nicht ändern. Immerhin hat der Herbst auch noch schöne Tage. Man muss sie nur erleben wollen und nicht zu Hause vor dem Laptop versauern. ;-)

Wenn man dann eine Stelle findet von der man weit hinaus schauen kann bekommt die Seele Flügel und fliegt hinaus in die Welt.


Ein Apfelbaum mit herrlich roten Früchten macht Appetit. Leider hindert ein Zaun am Zugriff. Aber immerhin kann man das leckere Obst ja per Foto mit nach Hause nehmen.


Eine sehr schöne Treppe, da geht man doch gerne hinauf:


Unsere Kirche versteckt sich noch hinter grünen Blättern. Wie lange wohl noch?


Heute ist es wieder regnerisch. Beim Einkaufen gerieten wir in eine wahre Sintflut. Wir saßen gerade wieder im Auto als plötzlich der Himmel die Schleusen öffnete. Zu Hause angekommen hatte es sich wieder einiger maßen beruhigt und wir konnte halbwegs trocken die Haustür erreichen. Unsere Tochter ist mit einer Freundin unterwegs. In ihrer neuen Woh- nung wird heute nichts gemacht, und so haben wir mal frei und können uns wieder mit unseren Vorlieben beschäftigen. Mit dem Bloggen also zum Beispiel.

Samstag, 7. September 2013

Dinkel-Apfel-Streuselkuchen

Heute habe ich mich an den zweiten Blechkuchen meines Lebens gewagt. Der erste war ja durchaus essbar, allerdings nach einem ziemlich einfachem Rezept gebacken. Bei diesem Blechkuchen wollte ich mich steigern, wählte also ein Rezept mit Streuseln aus: Schneller Apfel - Streusel vom Blech.

Frau und Tochter hatten auswärts zu tun, ich war also mit meinem Projekt ganz auf mich alleine gestellt. Und hatte mei- ne Ruhe dabei! ;-)

Ich organisierte aus dem Garten etwas Fallobst, wieder Äpfel, die Pflaumen müssen noch ein bisschen reifen. Dann be- gann ich, genau nach Vorschrift mit den Streuseln. Ich mischte alles wie im Rezept beschrieben zusammen und erhielt eine kompakte Masse die sich weder mit den Fingern noch mit dem Rührgerät zerstreuseln wollte. 

Was nun? Niemand da den ich fragen konnte, also hieß es den eigenen Denkapparat anzustrengen. Die Masse war einfach zu feucht, und gegen Feuchtigkeit hilft, zumindest beim Teig kneten, Mehl! Also löffelte ich versuchsweise Mehl auf die Masse. Beim anschließenden Durchrühren bildeten sich aus dem Mehl Streusel-ähnliche Gebilde, die aber so- fort wieder in der Masse verschwanden. Also mehr Mehl! Und zwischendurch auch noch etwas Zucker, damit das Ganze dann auch noch nach etwas schmeckt! Etliche Löffel Mehl später: Hurra die Masse streuselt. 

Jetzt kam sie aber erst mal in den Kühlschrank. Der Teig für den Boden war nicht schwer. Der war ruckzuck zusammen gerührt und anschließend auf dem Blech verteilt. Dann hieß es noch Äpfel schälen, vierteln, in Scheiben schneiden und auf dem Teig verteilen. 

Jetzt konnte schon mal der Ofen aufgeheizt werden. 180 °C stand da, natürlich keine Angaben welche Beheizungsart. Ich reduzierte für Heißluft auf 160 °C. Dann wurden die renitenten Streusel aus dem Kühlschrank geholt, noch mal ein wenig eingemehlt, mit dem Rührgerät noch mal "durchgestreuselt!" und anschließend auf dem Blech verteilt.

Noch ein wenig Wartezeit bis der Ofen soweit war, dann kam das Blech in die Röhre. Der Kurzzeitwecker wurde auf 5 Minuten vor der angegebenen Minimalzeit eingestellt, und ich begab mich ans Aufräumen der Küche und Spülen der verwendeten Utensilien. 

Als der Kurzzeitwecker nach der eingestellten Zeit piepste, machte ich die Stech-Probe mit einem Schaschlickspieß. Nach 5 Minuten nochmal, und wieder 5 Minuten zum letzten Mal. Ich war mit der Probe zufrieden und beschloss das der Kuchen nun fertig ist. Nun musste er nur noch abkühlen. 

Dann kam der spannende Moment, das Anschneiden. Ist er im Inneren wirklich gut durch gebacken, und auch nicht zu sehr? Naja, das Expertenurteil steht noch aus, denn Frau und Tochter sind immer noch nicht zurück! Aber ich bin schon mal zufrieden! Und schließlich ist es ja mein Kuchen, und wer meckert bekommt nichts ab! ;-)



Rezept-Links im Text: Schneller Apfel - Streusel vom Blech.

Freitag, 6. September 2013

Backereien

In letzter Zeit hatte ich, wie schon geschrieben, einiges zu tun. Zwischendurch habe ich mich aber immer mal wieder an den Backofen gestellt, auch damit uns die fleißigen Handwerker nicht verhungern. Brot und Brötchen sind schon fast zum Standard geworden, die ich immer wieder mal mache. Das geht schon wie von selbst.


Für das Brot habe ich, mal so auf die Schnelle, eine Backmischung verwendet.


Für die Brötchen richte ich mich nach dem folgenden Rezept, Grundrezept für helle Weizenbrötchen, ich halte mich an die 2. Variante. Allerdings nehme ich immer Dinkelmehl, was ich gerade so da habe. Das Brötchen rechts unten ist das letzte von denen für die ich 1050er Dinkelmehl verwendet habe. Die anderen entstanden aus Dinkel-Vollkornmehl. Zusätzlich habe ich 30g Röstzwiebeln in den Teig gemischt.

Zwei mal habe ich schon Pizza auf einem Blech gemacht. Nach diesem Rezept: Pizzateig Der ist schnell gemacht und extrem lecker. Leider habe ich nicht ans Fotografieren gedacht. 

Ich habe allerdings nur den Teig gemacht. Meine Frau hat ihn belegt, und das macht sie immer sehr großzügig. Der Teig wird zuerst mit Ketchup oder passierten Tomaten bestrichen, darauf kommen dann Salami, Pilze, klein geschnittener Porree, Zwiebeln, gefüllte Oliven und gefüllte Minipaprika (Antipasti von Aldi!), halbiert, Feta usw., usw.! Darüber natürlich Streukäse. Beim ersten Mal hat sie noch Schinkenwürfel dazwischen gemischt, das gab der Pizza einen sensationellen Geschmack. Beim zweiten Mal hat sie leider vergessen welche zu kaufen. Da schmeckte die Pizza schon auch, aber irgendwie fehlte dann doch der Geschmack der Schinkenwürfel.

Nach meinem ersten Versuch mit einem Guglhupf, der nicht so ganz aus der Form wollte habe ich mich an einem einfa- chen Apfel-Blechkuchen versucht. Einfach, aber lecker, besonders mit frischer Schlagsahne.


Heute habe ich mich mal an Vanille-Dinkel-Muffins versucht, die waren auch sehr lecker.


Morgen möchte es wieder mit einem Apfel-Blechkuchen versuchen. Dieses mal etwas aufwendiger mit Streuseln. Mal sehen ob es klappt und wie er dann klappt.

Zwischendurch wären auch mal ein paar Waffeln schön, zum Beispiel diese hier: Bananen-Dinkelwaffeln.

In meiner Familie wird vermutet das ich an akutem Backwahn erkrankt bin. Hat jemand schon mal von dieser Krankheit gehört, ob sie heilbar ist, falls ja womit, und ob man darauf krank feiern kann und falls ja, wie lange? ;-)


Rezept-Links im Text: 
Grundrezept für helle Weizenbrötchen ... Pizzateig ... Apfel-Blechkuchen ... Vanille-Dinkel-Muffins ... Apfel-Blechkuchen ... Bananen-Dinkelwaffeln


Montag, 2. September 2013

Statusbericht

Leider kommt es bei mir immer mal wieder vor dass ich längere Zeit nicht zum Bloggen komme. Manchmal nimmt mich die Arbeit ziemlich in Anspruch, manchmal ist es krankheitsbedingt, manchmal sind es andere Gründe. Manchmal kann ich es ankündigen, wie z. B. bei meinem Krankenhausaufenthalt, der Reha usw.! Manchmal kommt es aber auch ganz spontan. Dann habe ich einfach viel zu tun, und wenn ich dann irgendwann mal wieder Zeit fürs Internet und fürs Bloggen habe merke ich erst dass inzwischen doch ein paar Tage mehr vergangen sind.

Dieses Mal war und ist der Grund folgender: Meine Tochter hat sich von ihrem Freund getrennt und zieht nun in eine ei- gene Wohnung. Die Trennung, die Suche nach einer Wohnung, die Formalitäten, Renovierung der neuen Wohnung, usw. usw., waren nicht nur für die Tochter stressig, auch Vater und Mutter waren da sehr gefragt. Im Moment sind wir z. B. von morgens bis spät abends in der neuen Wohnung, oder wegen irgend welcher Formalitäten oder Einkäufen unter- wegs. Ich kann zwar nicht viel machen, aber auf Grund meiner derzeitigen Einschränkungen ist mir ganz unerwartet eine ganz besondere, zwar auch nicht gerade leichte, aber doch sehr schöne Aufgabe zugefallen.

Eine Freundin meiner Tochter hilft ihr bei den Renovierungsarbeiten. Hauptsächlich müssen die Wände usw. neu gestri- chen werden, nur in der Küche werden zwei Wände neu tapeziert. Die Freundin kann das sehr gut. Allerdings hat sie eigentlich ganz andere Aufgaben. Sie ist nämlich allein erziehende Mutter von derzeit ca. 8 Monate alten Zwillingen, beide männlichen Geschlechts. Und da komme ich nun ins Spiel.

Da ich der einzige bin der sich nicht tatkräftig ins Renovierungsgetümmel werfen kann, ist mir ganz automatisch die Rolle des Babysitters zu gefallen. Mica, Liam und meine Wenigkeit sind inzwischen schon ein ganz gutes Team. Es ist nicht immer leicht gleich zwei solche Würmchen zu bespaßen, aber mein Repertoire an Faxen ist schon ziemlich groß. Immerhin habe ich ja schon die Erziehung eine Tochter hinter mir. Und so kann ich dem Rest der Truppe, besonders der Mutter Renovierungstechnisch den Rücken frei halten.

Bis dann irgendwann der große Hunger kommt. Dann hilft nichts mehr, außer der Mutter mit den Milchfläschchen. Das erinnert dann an die Fütterung der Raubtiere. Während die Mutter hektisch Milchpulver und Wasser mischt, versuche ich zwei zappelnde und brüllende Bündel Mensch zu beruhigen. Bis dann die Fläschchen fertig sind. Dann habe ich endlich mal Pause. Und mit etwas Glück schlafen die beiden ein während sie an ihren Fläschchen nuckeln.

Ganz alleine bin ich allerdings bei dieser Aufgabe nicht immer. Meine Frau hilft zwar eigentlich bei der Renovierung, beim Möbelkauf, beim Kauf von Renovierungsmaterial usw., zwischendurch sorgt sie aber auch schon mal dafür das mir meine Aufgabe nicht über den Kopf wächst. Da es sich ja praktischer Weise um zwei junge Männer handelt ist dann für jeden von uns einer da.

Ihr seht also, wenn es mal längere Zeit von mir nichts Neues gibt ist das noch kein Grund sich Sorgen zu machen.Wer viele Talente hat ist auch schon mal sehr gefragt. So wie ich, gerade mal wieder. Ich hoffe, und bin mir eigentlich sicher, das ihr Verständnis für meine derzeitige Blog-Abstinenz habt. 

Irgendwann wird die letzte Wand gestrichen, die letzte Tapete geklebt und das letzte Möbel zusammengebaut sein. Spätestens dann, vielleicht aber auch mal zwischendurch, werde ich wieder mehr Zeit zum Bloggen haben.

Sonntag, 25. August 2013

Unterwassertreff mit Archimeda?

Archimeda hat sich eine ganz tolle Unterwasser-Actioncam gekauft. Ich bin schon sehr gespannt darauf was sie damit anstellen wird. Falls sie uns daran teilhaben lässt.

Zufälliger Weise habe ich vor ein paar Tagen etwas ähnliches gemacht, allerdings im weitaus bescheidenerem Rahmen. Wenn wir bei Aldi einkaufen schaue ich mir immer die Technik in der Vitrine an. Da lag unter anderem schon länger eine wasserdichte Kamera für Unterwasseraufnahmen. 69 Euro und ein paar Cent sollte die kosten. Ich hatte zwar schon mal daran gedacht das mir so eine Kamera noch fehlt, aber da ich da meinerseits kein Einsatzgebiet sah nie ernsthaft daran gedacht eine zu kaufen. Außerdem wusste ich auch das diese Kamera von der Technik her nicht all zu viel zu bieten hat.

Vor ein paar Tagen aber, als sie plötzlich auf 29 Euro und ein paar Cent reduziert worden war konnte ich nicht widerste- hen. Es ist ja so dass es mich nicht nur reizt mit tollen Kameras tolle Fotos zu machen, sondern eben noch viel mehr aus eher schlichten Kameras mit Tricks und Kniffen gute Fotos heraus zu holen. Dafür ist diese Kamera ein lohnendes Objekt.

Sie hat 8 Megapixel auf dem Sensor, also eigentlich schon zu viele. Verschiedene Einstellung für den Weißabgleichs sowie eine Belichtungskorrektur sind vorhanden. Damit sollte einiges anzustellen sein.

Scharf stellen kann und muss man nicht, denn sie hat ein Fixfocus-Objektiv, dass heißt dass die Optik so eingestellt ist dass sie einen möglichst großen Bereich scharf stellt. Mit einem Hebel kann man diesen Bereich auf einen weiten Be- reich, z. B. für Landschaften, und einen nahen Bereich für Blumen usw. einstellen. Das war früher (und ist noch?) bei preiswerten analogen Kameras völlig normal.

Jedenfalls ist das Auslösen deshalb etwas gewöhnungsbedürftig, denn man drückt ohne auf den Focus-Piepser zu war- ten einfach nur durch. 

Videos macht sie auch. Aber damit habe ich mich noch nicht so beschäftigt. Aber hier erst mal ein Bild von dem guten Stück:


Wie gesagt, für die Unterwasserfunktion sehe ich noch kein Einsatzgebiet. Eigentlich habe ich nicht vor in irgend welchen Tümpeln zu tauchen. Und im Schwimmbad die Bikininixen unter der Wasseroberfläche zu fotografieren traue ich mich nicht. Aber man weiß ja nie was passiert.

Auf alle Fälle kann man schon mal testen was die Kamera so im normalen Bereich, also über der Wasseroberfläche, leistet. Von den Farben her, naja. Aber so ein farbliche Verfremdung kann ja auch mal schön sein. Zuerst mal zwei Landschaftsaufnahmen:





In etwa so wie eine Handycam, wobei mir einfällt das die ja auch ein Fixfocus-Objektiv haben. Oder hat jemand ein Handy bei der das Objektiv sich herein und heraus bewegt beim Anvisieren des Motivs?

Auch im Nahbereich ist die Qualität eher Handy-mäßig, aber man kann erkennen was gemeint ist:





Für den reduzierten Preis bin ich jedenfalls zufrieden damit. Und vielleicht werde ich mich ja doch noch mal entschlie- ßen in Teichen und Tümpeln auf Unterwasserfoto und Video-Jagd zu gehen. Und vielleicht werde ich da doch mal Archimeda begegnen. Oder Anais, der auch schon mal unter der Wasserlinie unterwegs ist. Auf Fernreisen in den Meeren, aber sonst auch in den heimischen Gewässern.